Wirtschaft : Opec: Keine Einigung auf neue Drosselung

WIEN/LONDON (AFP).Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat sich nicht auf eine neue Drosselung der Ölfördermengen einigen können.Bei einem Treffen in Wien ließen die zuständigen Minister aus den elf Opec-Staaten am Donnerstag die bisherige Förderstrategie unverändert.In einer gemeinsamen Erklärung kündigten sie an, bei ihrem Treffen am 23.März erneut über Schritte gegen den Verfall der Rohölpreise zu beraten.Daraufhin sank der Ölpreis in London auf ein historisches Tief.Die Marktteilnehmer reagierten dabei auf die Probleme der Opec-Staaten, selbst die bisherigen Drosselungen bei den Förderquoten bis Ende nächsten Jahres festzuschreiben.

Bislang gebe es noch keine Entscheidung, die derzeitigen Förderquoten über Ende Juni kommenden Jahres fortzusetzen, sagte Opec-Generalsekretär Rilwanu Lukman vor Journalisten.Einer Erklärung zufolge wollen die Opec-Staaten im März Gegenmaßnahmen ergreifen, sofern die Preise auf einer inakzeptablen Höhe verblieben.Die derzeitige Förderbegrenzung um täglich 2,6 Mill.Barrel (413,4 Mill.Liter) für die Opec-Mitglieder wurde nicht gesondert erwähnt; Analysten werteten dies als Beleg, daß Iran und Venezuela mehr produzieren.

In London sank der Preis für das als Referenz geltende Brent-Rohöl aus der Nordsee auf 10,85 Dollar (rund 18,45 DM) je Barrel.Es war der niedrigste Wert seit der Aufnahme des Handels mit Brent-Öl an der Internationalen Ölbörse im Juni 1988.Die Opec kontrolliert rund 37 Prozent der weltweiten Ölversorgung.Um sich besser an Anfang und Ende des Winterhalbjahres in der nördlichen Hemisphäre auszurichten, wollen die Opec-Minister ihre Treffen künftig nicht mehr im Juni und November, sondern im März und September abhalten.

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