Opec : Prognose für Öl-Weltnachfrage gesenkt

Wegen des Abflauens der weltweiten Konjunkur hat die Organisation Erdöl exportierender Staaten ihre Prognose für den globalen Bedarf nach Rohöl nach unten korrigiert. Die Preise gingen indes drei Tage in Folge zurück.

Wien/London - In ihrem in Wien veröffentlichten Monatsbericht geht die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) nun davon aus, dass die durchschnittliche Nachfrage pro Tag im laufenden Jahr bei 84,5 Millionen Barrel liegen wird. Im Juli hatte die Opec noch einen um 80.000 Barrel höheren Bedarf erwartet. Als Gründe für die neue Schätzung nannte die Organisation, dass die Nachfrage nach Opec-Öl im zweiten Quartal "unerwartet" nachgelassen habe.

Die Entwicklung geht nach Angaben der Organisation unter anderem darauf zurück, dass in den USA nach einem starken Start ins Jahr der Aufschwung inzwischen deutlich an Fahrt verloren habe. So sei auch die Schätzung für die nordamerikanische Nachfrage um 40.000 Barrel nach unten revidiert worden. In der Eurozone habe derweil zwar die Konjunktur an Schwung gewonnen, dafür habe sie aber in Japan nachgelassen. Die elf Mitgliedstaaten der Opec stehen für etwa ein Drittel des weltweit produzierten Rohöls.

An den Märkten war der Rohölpreis unterdessen bereits am dritten Tag in Folge rückläufig. Grund war der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon, der die Ängste vor einer Ausweitung des Nahost-Konflikts eindämmte. In New York sank der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Light Sweet Crude im vorbörslichen Handel gegenüber dem Vortag um 17 Cent auf 72,88 Dollar (57,27 Euro). In London gab der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent um 28 Cent auf 73,52 Dollar nach. (tso/AFP)

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