Wirtschaft : Opec und Wetter treiben den Ölpreis Analysten: Die Märkte sind noch sehr nervös

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Düsseldorf Der Ölpreis steigt seit Tagen wieder und überrascht damit die Analysten. Viele Experten hatten am Ende des alten Jahres noch mit einer weiteren Entspannung der Ölmärkte gerechnet. Doch das europäische Brentöl notiert mit Werten von über 45 Dollar je Barrell (159 Liter) inzwischen wieder auf dem höchsten Stand seit sechs Wochen. „Der Markt ist immer noch nervös“, sagt Dennis Nacken von Helaba Trust.

Zuletzt trieb ein Rückgang der Rohöl- und Erdgasvorräte in den USA die Preise. Die Versorgungsängste wurden zudem durch die Ankündigung kälterer Temperaturen in den USA verstärkt. „Die Sorge vor zu viel Öl hatte zeitweise den Preis gedrückt“, sagt Sandra Ebner, Rohstoffexpertin der Deka Bank. Allerdings sei die endgültige Preisrichtung noch nicht völlig klar. „Der Markt ist daher sehr anfällig für Nachrichten, die in die eine oder andere Richtung deuten“. Entsprechend stark hätten sich die Produktionsausfälle in der Nordsee oder Meldungen über das Wetter in den USA niedergeschlagen.

Der jüngste Trend zeigt aber auch, dass die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) wieder stärker Einfluss auf die Preisentwicklung nehmen kann. In bewährter Manier nutzen die Minister des Kartells die Zeit vor ihrem Treffen am 30. Januar, um den Markt mit Ankündigungen zu testen. Das jüngste Beispiel dafür bot Rafael Ramirez, der Ölminister Venezuelas: Er sehe einen möglichen Konsens für einen weiteren Schnitt in der Produktion, sagte er.

„Die Situation ist sehr schwierig für die Opec“, sagt Sandra Ebner. Wenn die Opec keine Drosselung beschließt, könnte die Situation am Markt schnell drehen, die Preise also fallen. Anfang Dezember hatten sich die Ölminister darauf verständigt, die historisch hohe Produktion um eine Million Barrel pro Tag zu kürzen. Der bedeutendste Produzent Saudi Arabien hat mit der Drosselung auch Ernst gemacht und 550 000 Barrel Öl vom Markt genommen. rp/tom (HB)

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