Wirtschaft : Opel AG baut neues Automobilwerk in Rüsselsheim

RÜSSELSHEIM (rtr).Die Rüsselsheimer Adam Opel AG will in den nächsten fünf Jahren rund 8 Mill.DM in ihre deutschen Standorte investieren.Diese Zahl nannte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Wolfgang Strinz am Dienstag.Die Bundesrepublik bleibe die Basis des Erfolges für die Marke und das zum General-Motors-Konzern (Detroit/USA) gehörende Unternehmen, sagte er auf einer Pressekonferenz zum Auftakt des Jubiläumsjahres zu 100 Jahren Opel-Automobilproduktion in Deutschland.

Das Unternehmen hat nach Angaben seinesneuen Vorstandsvorsitzenden Robert Hendry den Tiefpunkt in der Geschäftsentwicklung überwunden.In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres habe Opel seine Verkäufe wieder steigern können, sagte Hendry bei der Vorstellung des weitgehend erneuerten Mittelklassewagens Vectra in der Nähe von Lissabon.Opel rechnet für das Gesamtjahr 1998 in Deutschland mit einem Marktanteil von etwas über 14 Prozent, was rund 520 000 bis 530 000 Zulassungen entspräche.Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das aber einen Rückgang um vier bis fünf Prozent.

Die 8 Mrd.DM (4,09 Mrd.Euro) sollen vor allem in die Modernisierung von Werken, neue Modelle, Ersatzinvestitionen und Umweltprojekte fließen, erläuterte Strinz.Als konkrete Projekte nannte er neben dem Bau eines neuen Werks am Stammsitz Rüsselsheim für rund 820 Mill.DM voraussichtlich noch in diesem Jahr ein neue Motorenfertigung in Kaiserslautern (650 Mill.DM) und die Vorbereitung des Standortes Eisenach für die Produktion eines neuen Modells (120 Mill.DM).Ein weiteres Großprojekt sei die Erweiterung des Technischen Entwicklungszentrums in Rüsselsheim für 112 Millionen DM.Die Produktion von Autos der Typen Omega und Vectra sowie deren Nachfolge-Modelle solle 2002 in Rüsselsheim aufgenommen werden.Nachdem sich der Opel-Vorstand bereits für den Bau ausgesprochen habe, fehle noch die Zustimmung der Opel-Muttergesellschaft General Motors (GM), sagte eine Opel-Sprecherin.Damit rechne Opel jedoch "in nächster Zeit".

Mit dem Produktionsstart im neuen Opelwerk in Rüsselsheim Ende 2002 wird sich der seit Jahren anhaltende Personalabbau weiter fortsetzen.Unter Berufung auf Vorstandsäußerungen vom Vorjahr rechnete ein Firmensprecher künftig mit einem Bedarf von rund 7000 Automobil-Arbeitern; derzeit stehen in Rüsselsheim mehr als 10 000 Beschäftigte am Band.Ein im Vorjahr mit dem Betriebsrat vereinbarter Standortsicherungsvertrag über den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen läuft mit dem Start der neuen Autofabrik aus.

Im Bonner Haus der Geschichte sollte am Dienstag abend vor rund 500 geladenen Gästen eine Ausstellung zur Historie der Auto- Produktion von Opel in Deutschland eröffnet werden.Ab Februar soll sie auf eine Rundreise durch das Bundesgebiet gehen und unter anderem auch an den Opel-Standorten zu sehen sein.Darüber hinaus plant Opel für das Jubiläumsjahr weitere Veranstaltungen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben