Wirtschaft : Opel auf halber Strecke

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Von Alfons Frese

Endlich mal gute Nachrichten aus Rüsselsheim. Der OpelVerlust ist 2002 niedriger ausgefallen als befürchtet, der neue Vectra verkauft sich gut, und weitere Modelle stehen vor der Premiere. Offensichtlich hat Opel das Schlimmste überstanden. Doch der Verlust beläuft sich 2002 noch immer auf knapp 400 Millionen Euro, und auch 2003 bringt nicht die Rückkehr in den schwarzen Bereich. Die Fehler in der Modell- und Motorenpolitik der Vergangenheit lassen sich eben nicht in wenigen Jahren korrigieren. Und die Schwäche des deutschen Marktes erleichtert auch nicht gerade die Sanierung einer kränkelnden Firma. Trotzdem sind die Opelianer schon weit gekommen. Doch überm Berg sind sie nicht. Ob und wie sie hinüberkommen, wird dieses Jahr zeigen. Der Frühling bringt den Kleinwagen Opel Minerva und den großen Opel Signum; wenn diese Modelle gut laufen, dann kann Opel-Chef Carl-Peter Forster den großen Auftritten im Herbst gelassener entgegensehen. Dann kommt der Vectra Caravan auf den Markt, und der Astra wird vorgestellt. Sollten diese Autos floppen, sieht es düster aus für Opel. Vor allem der Astra hat es nicht leicht, denn der neue Golf steht schon einige Monate früher bei den Händlern, und immer mehr Wettbewerber sind in diesem Segment erfolgreich. Wenn Opel aber dieses Jahr gut übersteht, dann wird es 2004 endlich wieder schwarze Zahlen geben.

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