Wirtschaft : Opel bremst GM

Europageschäft schließt auch 2011 im Minus

Berlin/Detroit - Eigentlich sollten Opel und seine britische Schwestermarke Vauxhall in diesem Jahr operativ schwarze Zahlen schreiben. Nun wird es nicht mal ein ausgeglichenes Ergebnis: Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) verabschiedete sich am Mittwoch von seinem Ziel, 2011 in Europa auf bereinigter operativer Basis die Verlustzone hinter sich zu lassen. Das sei wegen der wirtschaftlichen Lage dort nicht zu schaffen, erklärte der Konzern.

Opel und Vauxhall verloren operativ 292 Millionen Dollar (214 Millionen Euro), wie GM mitteilte. Das war zwar deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum mit einem operativen Verlust von 559 Millionen Dollar. Doch das zweite Quartal hatte Hoffnung auf mehr gemacht. Mit seinen Problemen steht GM nicht alleine da: Auch der große US-Rivale Ford hatte in Europa zuletzt einen Verlust verdauen müssen. Der GM-Konzern insgesamt wies netto für das dritte Quartal einen Gewinnrückgang um 15 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar aus. Der Umsatz kletterte dagegen binnen Jahresfrist um knapp acht Prozent auf 36,7 Milliarden Dollar.

Der Markt zeigte sich enttäuscht. Die Aktie verlor in New York mehr als acht Prozent. „GM hat ein solides Quartal abgeliefert“, sagte Konzernchef Dan Akerson. „Aber solide ist nicht gut genug. Auch nicht in einem harten wirtschaftlichen Umfeld.“ Vor allem bei der Marge, die von 6,7 auf sechs Prozent sank, gebe es Verbesserungsbedarf.

Erst vor zwei Tagen hatte GM seinem Europa-Geschäft mehr Gewicht gegeben. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke steigt im Mutterkonzern auf und wird zum 1. Januar Nachfolger von Nick Reilly als Präsident von GM Europe. dpa/rtr

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