Wirtschaft : Opel bringt GM in die schwarzen Zahlen

Frankfurt am Main - Eine Woche nach dem US-Rivalen Ford hat auch der größte amerikanische Autobauer General Motors (GM) dank eines starken Auslandsgeschäfts ein besseres Ergebnis als erwartet vorgelegt. Der US-Marktführer erwirtschaftete im zweiten Quartal dieses Jahres einen Nettogewinn von 891 Millionen Dollar, nach einem Minus von 3,4 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Damit kam der größte US-Autobauer mit seiner Sanierung trotz der harten Konkurrenz durch japanische Hersteller und eines rückläufigen Absatzes auf dem Heimatmarkt deutlich besser voran als von Experten erwartet. Die Börse reagierte positiv: GM-Aktien kletterten zeitweise um knapp sieben Prozent.

In seinem Europa-Geschäft mit der Hauptmarke Opel steigerte der Konzern den Nettogewinn nach Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 143 auf 236 Millionen Dollar (172 Millionen Euro), berichtete GM. Das war das beste Ergebnis seit elf Jahren. Inklusive Restrukturierungskosten blieben 217 Millionen Dollar übrig. Der Autobauer wertet dies als Erfolg seines Sanierungsprogramms, bei dem seit 2005 in Europa rund 12 000 Stellen weggefallen sind. Die Marke Opel steht für etwa 80 Prozent des Geschäfts in Europa. Auch in Südamerika und Asien seien die Geschäfte gut gelaufen, teilte GM mit. „Unsere starke Ausrichtung auf wachsende Schlüsselmärkte zahlt sich jetzt mit massiven Zuwächsen und Ergebnissen aus“, sagte GM-Boss Rick Wagoner.

Auf seinem wichtigen Heimatmarkt kam GM jedoch nur langsam voran. In Nordamerika dämmte der Autobauer mit einem Nettoverlust von 39 Millionen Dollar im zweiten Quartal nur sein Minus weiter ein. hz (HB)/dpa

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