Wirtschaft : Opel-Manager wegen Erpressung vor Gericht

7,5 Mill.DM Schmiergelder

BOCHUM (dpa).Nach einer steilen Karriere im Hause Opel muß sich ein langjähriger Manager des Automobilkonzerns seit Montag wegen Korruption und Erpressung vor dem Bochumer Landgericht verantworten.Als Werksleiter des Bochumer Ersatzteillagers soll der 57jährige seit Mitte der 80er Jahre von Geschäftspartnern 7,5 Mill.DM Schmiergeld erpreßt und in die Schweiz geschafft haben.Mitangeklagt sind zwei Geschäftsleute (54 und 52 Jahre).Sie sollen den Opel-Manager jahrelang "geschmiert" haben, um ihren Firmen lukrative Aufträge zu sichern.Ferner werden dem altgedienten Werkschef Steuerhinterziehung und Untreue vorgeworfen.Nach Überzeugung der Anklagebehörde hat der Manager die Zulieferer erpreßt."Erfolgte keine Reaktion, so machte er seine Drohung wahr und sorgte für einen Umsatzrückgang", sagte Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek zum Prozeßauftakt.In der 81 Seiten starken Anklageschrift sind neun Geldgeber aufgelistet, die seit 1990 rund 6,5 Mill.DM an den Manager gezahlt haben sollen.Der Prozeß wird am 22.Mai fortgesetzt werden.

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