Wirtschaft : Opel: Mit neuen Modellen aus der Krise

Mit einer ganzen Reihe besonders sportlicher, umweltfreundlicher oder sparsamer Autos will Opel aus der Krisen fahren. Der Automobilbauer aus Rüsselsheim will dazu seine Modell-Palette schneller erneuern als bislang geplant. Opel-Chef Carl-Peter Forster kündigte am Wochenende in Dortmund an, neue Modelle würden zum Teil vorgezogen. Bislang galt ein Zeitrahmen von fünf Jahren. Schon in wenigen Monaten will Opel seinen Verkaufsschlager Zafira auch als schnellsten Minivan Europas mit 190 PS vorstellen. Forster stellte vor 5000 Opelanern in der Westfalenhalle den neuen Vectra vor. Neben der neuen Grundversion will Opel eine Sportvariante, den Vetcra GTS mit Fließheck und starkem Motor anbieten, der in Dortmund intern gezeigt wurde. In Dortmund bekräftigte Forster, dass keine Opel-Werke in Europa geschlossen und auch betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Klar sei auch, dass bis zu 350 000 Fahrzeugeinheiten weniger produziert werden sollen. Bereits von Oktober an soll, wie berichtet, aus dem englischen Werk Ellesmere Port die Produktion von 10 000 Astra-Modellen nach Eisenach in Thüringen verlagert werden. Ob die angekündigte Kurzarbeit wegen der nachlassenden Corsa-Nachfrage damit in Eisenach überholt ist, sei noch nicht klar.

In Bochum werde der Astra Kombi weiter gebaut werden, sicherte Forster zu. Im Revier-Werk mit derzeit knapp 13 000 Beschäftigten, wird daneben die Idee eines Serviceparks verfolgt. Dort soll ein Gemeinschaftsunternehmen mit Zulieferern gegründet werden, um Investitionskosten zu sparen. NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement bekräftigte auf der Versammlung, das Land werde alles tun, um Opel zu unterstützen. Im kommenden Jahr werde der Autobahnanschluss an das Werk 1 begonnen. "Opel ist unverzichtbar für Bochum, für das Ruhrgebiet und für Nordrhein-Westfalen. Und Opel in Bochum ist auch unverzichtbar für den ganzen Konzern", sagte Clement.

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