Wirtschaft : Opel rechnet 2003 mit Verlust Konzern muss kräftiger sparen

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Frankfurt (Main) (ro). Die Flaute auf dem Automarkt gefährdet das Ziel des OpelManagements, es zum Jahresende im Autogeschäft wieder über die Gewinnschwelle zu schaffen. „Dieses Ziel zu erreichen wird extrem schwierig“, sagte Opel-Sprecher Rüdiger Assion am Mittwoch in Frankfurt (Main).

Die schwache Nachfrage auf dem europäischen Automobilmarkt dämpft die Stimmung bei den Herstellern zunehmend. Für das laufende Jahr hat bereits der Volkswagen-Konzern deutlich sinkende Erträge angekündigt. Unternehmensinternen Opel-Prognosen zufolge wird der europäische Markt im zweiten Halbjahr weiter schrumpfen, was auch den Absatz von Opel-Autos drücken würde. Opel-Chef Carl-Peter Forster prüft dem Vernehmen nach weitere Sparmaßnahmen. Ein Personalabbau über die bereits beschlossenen Einschnitte hinaus ist aber angeblich derzeit kein Thema. Fest steht aber, dass schon bis Ende dieses Jahres 2500 Arbeitsplätze gestrichen sein werden - im Vergleich zu Anfang 2001 .

Der neue Opel-Finanzchef Bernhard Lothschütz hat in einem Zeitungsinterview für neue Verunsicherung gesorgt. Es gebe keine Garantie für das Erreichen der Gewinnschwelle zum Jahresende. Opel-Chef Forster hatte unlängst eingeräumt, dass der Turnaround allenfalls zu einem Drittel geschafft sei. „Wir verbrennen immer noch Geld, statt Überschuss zu produzieren.“ Er bekräftigte aber das Ziel, dass Opel im eigentlichen Autogeschäft im vierten Quartal die Gewinnzone erreichen wolle. Für das gesamte Jahr wird das Unternehmen allerdings erneut einen Verlust ausweisen. Nach Steuern hatte Opel im vergangenen Jahr 345 Millionen Euro verloren, im Autogeschäft hatte das Minus bei 227 Millionen Euro gelegen.

Nach Angaben von Opel-Sprecher Assion ist das erste Quartal „sehr, sehr positiv“ verlaufen, das zweite Quartal „robust“. Auftrieb brachten vor allem die Anfang Mai eingeführten neuen Modelle Meriva und Signum. Genaue Absatzzahlen nennt Opel nicht.

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