Wirtschaft : Opel: Unternehmen erzielt Einigung über Sanierungsprogramm "Astra"

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Opel-Chef Carl-Peter Forster und die Spitze von General Motors (GM) Europa haben auf dem Weg zur Ausgestaltung des Sanierungsprogramms "Olympia" eine wichtige Hürde genommen. Mit dem europäischen Arbeitnehmer-Forum des Unternehmens einigte sich Forster am Freitag auf einen europaweit gültigen Rahmenvertrag für die Sanierung. An welchen Standorten konkret Einsparungen vorgenommen werden, wo Kapazitäten abgebaut und möglicherweise Arbeitsplätze gestrichen werden, steht allerdings noch nicht fest. Dies soll jetzt Sache von Verhandlungen auf nationaler Ebene sein. Fest steht allerdings, dass Opel Teile der Astra-Fertigung von Bochum, Antwerpen und dem britischen Ellesmere Port nach Eisenach verlagern wird. Schon am 1. Oktober soll in Eisenach die Produktion des Astra anlaufen. In Eisenach wird bisher nur der Corsa produziert. Auswirkungen auf die Beschäftigten in den Werken Bochum, Antwerpen, im spanischen Zaragoza, wo ebenfalls der Corsa vom Band läuft, und in Eisenach sind nach Angaben von Opel in diesem Jahr nicht vorgesehen. Ein möglicher Arbeitsplatzabbau im nächsten Jahr werde im Rahmen des Programms "Olympia" vereinbart. In Bochum laufen in diesem Jahr rund 73 000 Astras vom Band, in Belgien etwa 312 000 und in Ellesmere Port 147 000.

"Für uns war wichtig, die vor uns liegenden nationalen Verhandlungen auf einer gesicherten Basis führen zu können", sagte Klaus Franz, Opel-Betriebsratschef und Vorsitzender des europäischen Arbeitnehmerforums EEF. "Die entscheidenden Elemente sind für uns: keine Standortschließungen, keine betriebsbedingten Kündigungen und keine einseitigen Maßnahmen." Nach Ansicht des Managements ist jetzt der Weg frei für eine Umsetzung des Programms Olympia. "Das ist ein entscheidender Schritt", sagt Opel-Sprecher Assion. Bis 2003 will GM in Europa vier Milliarden Mark sparen.

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