Wirtschaft : Opel: Wechsel an der Spitze vermutlich im März

Der Wechsel an der Opel-Spitze ist so gut wie perfekt. Der Aufsichtsrat des Autoherstellers will am 28. März den ehemaligen BMW-Manager Carl- Peter Forster zum Vorstandsvorsitzenden bestellen. Ob Forster dann schon antritt, und der amtierende Opel-Chef Robert Hendry bereits zum 1. April ausscheidet, steht derzeit noch nicht fest. Der einstige Produktionschef bei BMW gehörte zu den drei Vorstandsmitgliedern, die im Konflikt um den Ausstieg der Münchner bei Rover kurzfristig ausschieden. Im März musste der Ingenieur seinen Vorstandssessel nach einem Streit mit BMW-Chef Joachim Milberg wegen des Rover-Desasters räumen. Da Forster aber immer noch auf der Gehaltsliste von BMW stehen soll, muss auch noch der Aufsichtsrat der Bayern zustimmen. Ähnlich wie beim Wechsel von Milbergs Vorgänger Bernd Pischetsrieder zu VW besteht man auch in diesem Fall auf einer angemessenen Frist beim Transfer zur Konkurrenz. Ein Wechsel an der Spitze von Opel gilt angesichts rückläufiger Marktanteile, einer wenig attraktiven Modellpalette und hoher Verluste im Management und bei den Arbeitnehmervertretern als überfällig. Mit Forster würde zudem ein Autofachmann statt eines Finanzexperten ans Steuer kommen. Auch der Sprachvorteil gegenüber dem Amerikaner Hendry wäre wichtig, um das Image wieder aufzupolieren.

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