Wirtschaft : Opel: Willi Diez: "Die kommenden zwei Jahre werden schwer"

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Herr Diez, warum haben Opel und Ford auf dem deutschen Markt Probleme?

Beide Unternehmen haben versäumt, ihre Produktpalette rechtzeitig zu erneuern. Beispielsweise ist der Opel-Corsa in die Jahre gekommen und der Ford-Fiesta fällt etwas ab im Vergleich zum VW-Lupo oder dem neuen Polo. Neben der mangelnden Dynamik in der Produktpolitik fehlt es Opel und Ford an attraktiven Dieselmotoren. Da der Markt aber in Richtung Diesel geht, ist dies ein schwerwiegendes Defizit.

Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen den US-Zentralen und ihren deutschen Töchtern?

Die Produktprobleme sind sicherlich auch eine Folge von Kompetenzstreitigkeiten. Es gibt bei beiden Unternehmen eine Zentrale, eine europäische Vertriebszentrale und schließlich eine deutsche Vertriebsgesellschaft. Häufig weiß dann niemand so recht, wer welche Entscheidung trifft. Und das Pendel schlägt oft zwischen Zentralisierungs- und Dezentralisierungsstrategie.

Wie können Opel und Ford wieder Marktanteile gewinnen?

Beide Unternehmen müssen modernisieren und neue Produkte anbieten. Aber es wird Jahre dauern, bis sich das in Marktanteilen niederschlägt. Opel und Ford müssen wieder Vertrauen aufbauen, das braucht Zeit. Die kommenden zwei Jahre werden für beide Marken sehr schwer.

Hilft die Allianz von GM/Opel mit Fiat?

Gemeinsame Produktplattformen müssen geschaffen werden. Das verringert die Kosten, verstärkt aber auch Kannibalisierungseffekte: Da es Modell-Überschneidungen gibt, besteht die Gefahr, dass sich Opel und Fiat gegenseitig Marktanteile wegnehmen.

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