Wirtschaft : Opel: Zügiger Wechsel an Spitze geplant

Der Aufsichtsrat der Adam Opel AG wird bereits am 27. März über die Nachfolge von Robert Hendry entscheiden. Als Favorit gilt der ehemalige BMW-Manager Carl-Peter Forster. Hendry hatte am Mittwoch nach der Vorlage eines Milliardenverlustes seinen Rücktritt angekündigt. Unterdessen haben die Betriebsräte der Opel-Werke Reformen innerhalb des Konzerns verlangt.

Der Bochumer Betriebsrats-Chef Peter Jaschek warf der Leitung vor, sie wolle die Adam Opel AG nicht durch Forcierung des Autoverkaufs sanieren, "sondern durch Belegschaftsabbau und Produktivitätssteigerung um zehn Prozent". Dagegen befürchtet der Betriebsrat in Eisenach keine negativen Folgen für das Werk, nachdem die Adam Opel AG am Mittwoch einen Verlust von 835 Millionen Mark im vergangenen Jahr zugeben musste. Jaschek betonte im Westdeutschen Rundfunk, in Bochum sei "das Ende der Fahnenstange" erreicht. Im Werk seien zuletzt 1000 Arbeitsplätze jährlich abgebaut worden. Der Absatz des in Bochum produzierten Opel Zafira sei nicht rückläufig, vielmehr übersteige die Nachfrage die Produktion. Der Betriebsrat in Eisenach forderte hingegen mehr Flexibilität bei der Produktion. "Eine Monokultur kann Probleme schaffen", sagte Harald Lieske. Wenn das Opel-Modell Corsa älter werde, sei unklar, wie sich die Nachfrage entwickele.

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