Wirtschaft : Optimismus vor der Börsenwoche

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Frankfurt am Main - Überwiegend optimistisch schätzen Marktstrategen die letzte Handelswoche des Jahres an den Finanzmärkten ein. Rückendeckung könnten die europäischen und amerikanischen Börsen aus Asien bekommen. Hier hatte am Montag der japanische Nikkei-Index erstmals seit fünf Jahren über 16 000 Punkten geschlossen. Angesichts der seit Wochen überzeugenden Dynamik und sehr geringen Rückschlägen der deutschen Standardwerte nehmen Experten für den Deutschen Aktienindex (Dax) inzwischen die 5500-Punkte-Marke ins Visier. Am Freitag hatte der Dax bei 5418 Zählern geschlossen.

Nach Ansicht des Marktstrategen Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg steht eine notwendige Konsolidierung einer optimistischen Grundhaltung nicht im Wege. Im Gegenteil, „es wäre schön, wenn für das kommende Jahr noch mehr Potenzial bleibt“, sagte Schallenberger. Ein vermehrter Aktienkauf professioneller Anleger sowie der Januar als Monat mit den stärksten Mittelzuflüssen in Investmentfonds böten gute Voraussetzungen für weiter steigende Kurse.

Die Börsenhausse – seit Ende Oktober legte der Dax gut zwölf Prozent zu – macht auch die Fondsmanager zunehmend mutiger. „Der Trend bei Fondsmanagern geht in den kommenden zwölf Monaten hin zu Wachstumswerten. Die Bewertungsunterschiede sind geschmolzen, so dass es schwieriger wird, günstige Titel zu finden“, meint Natalia Siklic vom Analysehaus Morningstar. Hintergrund ist, dass Substanzwerte, die häufig hohe Dividenden ausschütten, im laufenden Jahr kräftig zugelegt haben.

An Unternehmensnachrichten steht mit der Erstnotiz von Plan Optik nur ein Ereignis auf dem Plan. Die Aktien des Herstellers von Halbleiterbauteilen werden ab Freitag gehandelt. Auf der Konjunkturseite dürften am Mittwoch die Veröffentlichung des Indikators für das Konsumklima in Deutschland, sowie die Daten über das Verbrauchervertrauen in den USA auf Interesse stoßen. Am Freitag erfolgt die Veröffentlichung des US-Einkaufsmanagerindex für Chicago. Volkswirte sehen ihn als wichtigen Frühindikator für das Vertrauen der Unternehmen in die Wirtschaft.

Zu dem Aufschwung in Fernost hatten positive Aussichten für den japanischen Einzelhandel in Japan beigetragen. Für positive Stimmung auf dem Parkett in Tokio sorgte die Ankündigung der Handelskette Seven, 65 Prozent der Anteile an dem Warenhauskonzern Millennium übernehmen zu wollen. som/HB

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