Wirtschaft : Oracle und Palm schaffen die Wende

US-Software- und Taschen-PC-Hersteller überraschen positiv

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New Yo rk/Milpitas (tor/HB/dpa). Gute Nachrichten aus der HightechBranche: Mit Oracle und Palm legten am Donnerstag gleich zwei große US-Technologie-Konzerne überraschend positive Geschäftszahlen vor. In der Branche weckten sie damit Hoffnungen auf eine baldige Erholung der krisengeschüttelten Industrie.

Der Softwareanbieter Oracle hat nach eigener Einschätzung die Trendwende bereits geschafft und erwartet im kommenden Jahr einen deutlichen Wachstumsschub. „Wir denken, dass wir in diesem Quartal wieder ein solides Wachstum erreichen werden“, sagte Konzernchef Larry Ellison. Im abgelaufenen zweiten Quartal des Geschäftsjahres (das am 31. Mai endet) ging der Gewinn des Unternehmens noch einmal leicht um 2,7 Prozent auf 535 Millionen Dollar zurück. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 2,31 Milliarden Dollar. Oracle übertraf dennoch sowohl die eigenen Erwartungen als auch die der Wall Street. Dort hatten Analysten mit einem deutlich niedrigeren Ertrag gerechnet. Entsprechend positiv reagierte die Börse in New York.

Die Stabilisierung des Geschäfts und der überraschend positive Ausblick wurde von Analysten als Zeichen einer Erholung auf dem Markt für Informationstechnologien gewertet. „Wir haben die Talsohle erreicht, das Schlimmste ist vorüber“, sagte Oracle-Finanzchef Jeff Henley. Neue Investitionen in Hightech-Produkte gelten als wichtige Voraussetzung für ein kräftigeres Wirtschaftswachstum in den USA.

Henley erwartet im dritten Quartal ein Umsatzplus von bis zu vier Prozent. Für den Verkauf von neuen Softwarelizenzen sagte der Finanzchef eine Erlösveränderung zwischen minus fünf Prozent und plus fünf Prozent voraus. Auch die Rendite soll sich nach Angaben von Henley weiter stabilisieren.

Nach langer Durststrecke ist auch Palm wieder in günstiges Fahrwasser geraten. Der weltweit größte Hersteller von Taschen-PCs, so genannten Handhelds (siehe Lexikon, Seite 18), hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 (31. Mai) überraschend einen Gewinn von 3,5 Millionen Dollar nach einem Verlust von 25,2 Millionen Dollar vor einem Jahr erzielt. „Mit dem Weg zurück in die Profitabilität haben wir das unseren Aktionären vor einem Jahr versprochene Ziel erreicht“, sagte Palm-Chef Eric Benhamou. Palm steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 54 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal schrumpfte der Umsatz aber um neun Prozent auf 264,9 Millionen Dollar (259,7 Millionen Euro).

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