Wirtschaft : Orange: Mageres Interesse an der France Télécom-Tochter

Die Aktienemission der France Télécom- Mobilfunktochter Orange ist vor der Erstnotierung am Dienstag von institutionellen Anlegern zweifach überzeichnet worden. Analysten sprachen am Wochenende von einem recht mageren Ergebnis. Über das Interesse von Privatanlegern an der Aktie gab es keine Angaben, was Analysten als schlechtes Zeichen werten. France Télécom hatte die Preisspanne für die Orange-Aktie wegen mangelnder Nachfrage von 11,5 bis 13,5 Euro auf 9,5 bis elf Euro gesenkt und den Börsengang von Montag auf Dienstag verschoben. Am Freitag pendelte der Preis einer Orange-Aktie am grauen Markt zwischen 10,12 und 10,37 Euro. France Télécom hatte zuletzt erwartet, eine Million Interessenten erreichen zu können. Genaue Angaben gibt es erst am Dienstag beim Börsengang in London und Paris.

Für die Konkurrenten von Orange sind diese bescheidenen Perspektiven keineswegs Anlass zur Freude. Die hoch verschuldeten deutschen, britischen und niederländischen Telekommunikations-Konzerne befürchten ähnliche Probleme bei den für dieses Jahr geplanten Börsengängen ihrer Mobilfunktöchter. Die Platzierung der Orange-Aktien galt als wichtiger Test für das Interesse der Investoren an Handy-Titeln.

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