Wirtschaft : „Ortsgespräche werden billiger“ Telekom-Herausforderer 01051 führt Call-by-Call im Ortsnetz ein

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Ab dem 1. Dezember ist Call by Call auch im Ortsnetz möglich. Wann kommt das Angebot von 01051 Telecom?

Wir sind startklar. Wann es genau losgeht, hängt aber von der Telekom ab. Sie hat die nötigen technischen Voraussetzungen in ihrem Netz noch nicht implementiert.

Was muss die Telekom tun?

Um die Anrufe der Kunden an den Vermittlungsstellen richtig weiterleiten zu können, ist nur eine minimale Softwareänderung seitens der Telekom nötig. Diese darf nicht wie bisher Ortsgespräche blockieren, sondern sie an die Mitbewerber weiterleiten. Die Software ist aber noch nicht so weit. Die Telekom hätte den Auftrag für die Umrüstung schon vor Monaten geben können.

Sind Sie technisch so weit?

Wir werden 475 Verbindungsstellen zum Netz der Telekom schaffen, um bundesweit Call by Call im Ortsnetz anbieten zu können. Wir werden pünktlich zum Start die nötigen Zusammenschaltungspunkte realisiert haben. Allein in Berlin gibt es davon schon 30.

Wird es Call by Call im Ortsnetz nur in Großstädten geben?

Nein. Wir werden vom Start an ein flächendeckendes Angebot präsentieren. Auch die Kunden in kleinen Orten und auf dem Land sollen preiswerter telefonieren können.

Was können die Telefonkunden sparen?

Es wird Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich geben. Ich gehe davon aus, dass die Preise für Ortsgespräche mindestens auf das Niveau der Ferngespräche sinken werden. Das werden etwa 1,5 bis drei Cent pro Minute sein.

Wird auch die Telekom die Preise senken?

Bei Ferngesprächen waren die Preise vor der Liberalisierung sehr hoch. Da waren extreme Preissenkungen möglich. Ich glaube nicht, dass sich das im Ortsbereich wiederholen wird. Die Telekom wird sich aber trotzdem etwas einfallen lassen müssen.

Das Gespräch führte Melanie Hinter.

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