Ortstermin : Familienfoto mit Minister

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer besucht die Familie Welke/Wiechers im Effizienzhaus Plus in der Berliner Fasanenstraße. Es gibt selbstgebackenen Kuchen.

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer besucht Familie Welke/Wiechers.Alle Bilder anzeigen
Foto: BMVBS
21.03.2013 11:53Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer besucht Familie Welke/Wiechers.

„Sie sehen ja noch gut aus!“, ruft Peter Ramsauer, als er am Mittwoch die Bewohner des Effizienzhauses Plus in der Berliner Fasanenstraße begrüßt. Als habe es Zweifel am Wohlergehen der vierköpfigen Familie gegeben, die seit März 2012 ein Haus bewohnt, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Aber Simone Wiechers versichert dem Verkehrsminister: „Es hat richtig viel Spaß gemacht.“ Und ihr Mann Jörg Welke fügt hinzu: „Obwohl das Haus sehr modern und futuristisch aussieht, ist es auch sehr gemütlich.“ Ein paar Wochen darf die Familie, die eigentlich in Prenzlauer Berg wohnt, noch im Effizienzhaus bleiben. Dann endet der 15-monatige Praxistest und es geht zurück in die eigenen vier Wände.

Ramsauer hat sich neben das Paar und die Kinder Freyja (13) und Lenz (9) aufs Sofa gesetzt. „Mein Eindruck ist: Es ist gut gegangen“, sagt er. 13 000 Kilowattstunden Strom hat das mit Fotovoltaikmodulen bestückte Haus produziert. Weil die Sonne 2012 selten schien, wurden die prognostizierten 16 500 Kilowattstunden zwar nicht erreicht. Aber auch so war genug Strom da, um die Batterien der Elektroautos zu füllen, die Daimler, VW, BMW, Audi und Opel jeweils für drei Monate zur Verfügung gestellt haben.

Viel mehr als das Sofa, der Fernseher und die Einbauküche sind am Mittwoch nicht zu erkennen, denn im Wohnzimmer des Hauses drängen sich Fernsehteams, Fotografen und Journalisten, die die Stippvisite des Ministers begleiten. Der Wahlkampf hat begonnen und da freut es den CSU-Politiker natürlich, wenn Jörg Welke, der beim Unabhängigen Institut für Umweltfragen arbeitet, sagt: „Wir fühlen uns wie Botschafter der Energiewende.“ Nur die E-Autos haben die Familie offenbar nicht richtig elektrisiert. Man sei eigentlich lieber per Rad oder Bahn unterwegs, sagen alle vier.

Die Kinder würden gern noch ein wenig länger bleiben. „Ich konnte mit meiner E-Gitarre schön Krach machen“, sagt Sohn Lenz. „Hier haben wir keine Nachbarn.“ Zum Abschied reicht Jörg Welke Selbstgebackenes. „Ein mit Ökostrom gebackener Kuchen“, bedankt sich Ramsauer und greift zu.

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