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Osram : Leuchtmittelhersteller baut weitere tausende Stellen ab

Der Leuchtmittelhersteller Osram wird einem Medienbericht zufolge noch mehr Arbeitsplätze abbauen als ursprünglich geplant. Auch Berlin ist offenbar betroffen.

Osram muss umbauen, die Konkurrenz aus Asien sorgt für enormen Preisdruck.
Osram muss umbauen, die Konkurrenz aus Asien sorgt für enormen Preisdruck.Foto: dpa

Die neue Sparrunde beim Leuchtmittelhersteller Osram wird nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ erneut mehrere tausend Arbeitsplätze kosten. Damit reagiere das Unternehmen auf die starken Einbrüche im Geschäft mit traditionellen Leuchtmitteln, hieß es unter Berufung auf das Konzernumfeld. Osram-Chef Wolfgang Dehen wolle einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag einsparen. Vor allem die Standorte Augsburg und Berlin dürften von den Maßnahmen betroffen sein. Das neue Sparprogramm sei für die Jahre 2015 bis 2017 angelegt.

Das Unternehmen wollte den Bericht am Dienstag nicht kommentieren. Konzernchef Dehen hatte aber bereits weitere Einsparungen mit Stellenabbau angekündigt, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen. Dabei sprach er von Kapazitätsanpassungen im traditionellen Lichtgeschäft. Am heutigen Mittwoch legt Osram die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor.

Zuletzt hatte das Unternehmen wegen des immer schneller schrumpfenden Geschäfts mit Glühbirnen und Leuchtstoffröhren seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Das seit gut einem Jahr im M-Dax notierte Unternehmen hält demnach bestenfalls ein geringes Erlöswachstum für möglich. Grundsätzlich gehe der Vorstand aber nur von einer Stagnation aus, hieß es. Im vorangegangenen Geschäftsjahr (das am 30. September endete) lag der Umsatz bei knapp 5,3 Milliarden Euro. Zuletzt beschäftigte Osram gut 35 000 Mitarbeiter.

In Berlin werden bereits 550 Stellen abgebaut

Der erste Teil des Sparprogramms wird Ende des Jahres abgeschlossen sein. Hier sind Einsparungen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro und der Abbau von 8700 Arbeitsplätzen vorgesehen – davon 1450 in Deutschland und 550 in Berlin. Anfang Juni war Technikvorstand Peter Laier zurückgetreten, weil er für eine langsamere Gangart beim Konzernumbau eintrat. Osram setzt für die Zukunft vor allem auf das Geschäft mit LED-Leuchten und investiert in diesem Segment hohe Summen in die Forschung und Entwicklung. In Berlin beschäftigt Osram etwa 1280 Mitarbeiter. 2012 waren es noch 1700 gewesen. dpa/vis

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