Wirtschaft : Osram verdient so viel Geld wie noch nie

Starker Euro trübt Aussichten für das kommende Jahr

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München (dpa). Die SiemensTochter Osram rechnet für das kommende Geschäftsjahr angesichts des starken Euro mit einem beschleunigten Umsatzrückgang. Durch Kostensenkungen und durch neue Produkte solle sich das Ergebnis aber weiter verbessern, sagte Osram-Chef Wolf-Dieter Bopst am Dienstag in München. „Im Breitengeschäft rechnen wir mit einer anhaltend schwachen Marktentwicklung.“ Zusätzliche Schwierigkeiten bereite die geringe Nachfrage aus Westeuropa und dem Inland.

Der Umsatzrückgang wird nach Einschätzung des Unternehmens größer als im Geschäftsjahr 2002/03 ausfallen, in dem die Osram-Erlöse um 4,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro schrumpften. Bereinigt um Währungseffekte wäre der Umsatz um sechs Prozent gestiegen. Für das kommende Jahr erwartet der Licht-Spezialist einen Anstieg um weniger als sechs Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte 2002/03 von 365 auf 410 Millionen Euro zu. Bopst war damit zufrieden. „In dem Zeitraum, den ich selbst überschauen kann, hatten wir bei Osram noch nie eine so gute operative Performance.“

Im vergangenen Geschäftsjahr hat Osram vor allem vom asiatischen und osteuropäischen Markt profitiert. In Asien habe der Umsatz um 13 Prozent auf 577 Millionen Euro zugelegt. Auch Osteuropa habe sich durch ein Umsatzplus von 14 Prozent auf 75 Millionen Euro ausgezeichnet. Durch die Übernahme des russischen Herstellers Svet werde dieser Anteil weiter gesteigert. Osram sei offen für weitere Übernahmen, vor allem in China, sagte Bopst. Konkrete Übernahmekandidaten habe das Unternehmen allerdings nicht im Auge.

Die Zahl der Beschäftigten sank im vergangenen Jahr in Deutschland um knapp vier Prozent auf 8813 Mitarbeiter. Trotz des Aufbaus eines Werkes in Regensburg rechnet Osram im kommenden Jahr mit einem weiteren Abbau von 200 Stellen. Weltweit beschäftigte Osram 35525 Menschen, 265 mehr als im Vorjahr.

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