Wirtschaft : Osram verdient wieder besser

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BERLIN Der Lampenhersteller Osram hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04, das am 30. September endete, erstmals seit zwei Jahren wieder ein Umsatzplus verzeichnet. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der nach Philips zweitgrößte Lichtkonzern der Welt wegen der unsicheren Konjunkturaussichten nur mit gebremstem Wachstum.

Trotz Restrukturierungskosten in Deutschland und in den USA stieg der Umsatz der Siemens-Tochter um zwei Prozent auf 4,24 Milliarden Euro. Währungsbereinigt betrug der Zuwachs sogar acht Prozent. Das Betriebsergebnis nahm um neun Prozent auf 445 Millionen Euro zu. Mit einer Umsatzrendite von 10,5 Prozent erreichte Osram die ehrgeizigen Margenziele des Siemens- Konzerns und gehörte zu den ertragreichsten Sparten.

Osram-Chef Wolf-Dieter Bopst begründete das Wachstum mit der Entwicklung neuer Produkte, wie zum Beispiel Opto-Halbleitern. Zudem habe Osram gezielt die Kosten gesenkt.

Bopst betonte, dass das Inlandsgeschäft trotz der Expansion in Wachstumsregionen wie Osteuropa und Asien weiterhin hohen Stellenwert für das Unternehmen habe. Derzeit würden Gespräche mit Arbeitnehmern geführt, wie Osram im Inland bei lohnkostenintensiven Produkten konkurrenzfähig bleiben könne. Dabei gehe es um flexiblere Arbeitszeiten und freiwillige Zusatzleistungen, nicht jedoch um den Abbau oder die Verlagerung von Arbeitsplätzen.

Osram steigerte die Zahl seiner Mitarbeiter in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf knapp 9000 Mitarbeiter. In Berlin, wo die Zahl der Beschäftigten ebenfalls leicht auf 2150 stieg, sind im laufenden Geschäftsjahr Investitionen von 56 Millionen Euro geplant. Im Vorjahr waren es 35 Millionen Euro gewesen. Im Frühjahr hatte Osram die Wendelproduktion mit zuletzt 60 Mitarbeitern von Berlin nach Tschechien verlagert.nic

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