Wirtschaft : Ost-Agrarflächen bis 2015 privatisiert Überschuss in der Bundeskasse

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Berlin (dpa). Die von zahlreichen Gerichtsverfahren begleitete Privatisierung der ostdeutschen Agrarflächen wird voraussichtlich im Jahr 2015 abgeschlossen sein. Davon geht die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) aus. Am Ende werde der Verkauf der früher volkseigenen Äcker und Wälder nach Abzug der Milliardenaufwendungen sogar einen geringen Überschuss in die Staatskassen spülen. Die BVVG startete vor zehn Jahren mit Verkauf und Verpachtung der Agrarflächen. Die Verwertung verzögerte sich jedoch durch Klagen von Alteigentümern, die ihre Ansprüche auf das nach dem Krieg in Ostdeutschland enteignete Land gerichtlich durchsetzen wollten. Besonders umstritten war das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG), das den verbilligten Erwerb durch bestimmte Käufergruppen regelt. In den vergangenen zehn Jahren habe die Verwertungsgesellschaft 1,7 Milliarden Euro Überschuss an den Bund abgeführt, sagte BVVG-Sprecher Wolfgang Horstmann. Allein 2001 seien es 220 Millionen Euro gewesen, im laufenden Jahr würden knapp 200 Millionen Euro erwartet. In den kommenden Jahren werde mit 1,9 Milliarden Euro gerechnet. Den Erlösen stünden jedoch jeweils eine Milliarde Altschuldenübernahme und Liquiditätshilfen gegenüber. Noch seien 880 000 Hektar landwirschaftliche Nutzfläche und 270 000 Hektar Wald zu verkaufen.

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