Wirtschaft : Ost-Produktivität fast auf Westniveau

BERLIN (mhm/HB).Die Produktivität im Verarbeitenden Gewerbe Ostdeutschlands hat vielfach westdeutsches Niveau erreicht.Die Arbeitskosten behindern die Firmen nicht mehr entscheidend im Wettbewerb.So lauten zentrale Aussagen einer neuen Studie für die IG Metall."Zur Lage der Metall- und Elektroindustrie in Ostdeutschland" ist das Gutachten überschrieben, das die IG Metall nicht zufällig in diesen Tagen vorlegt.Es soll in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie (M+E) zeigen, daß zum einen die von Arbeitgebern ins Feld geführte Produktivitätsrate in Ostdeutschland die Realität unterzeichnet.Zudem soll es belegen, daß die Personalkosten nur einer von vielen Gründen für die Wettbewerbsschwäche der Ost-Firmen sind.Damit werden Aussagen führender IG Metaller wie die des Bezirkschefs für Berlin/Brandenburg und Sachsen, Hasso Düvel, gestützt, wonach die Produktivitätsentwicklung ostdeutscher Firmen kein Grund mehr für Lohnzurückhaltung sei.Erstellt hat die Untersuchung das Bremer Progress Institut für Wirtschaftsforschung für die Otto Brenner Stiftung in Berlin.Überraschendes Ergebnis: Die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen 1997 lag im Verarbeitenden Gewerbe Brandenburgs mit 93,4 Prozent vom westdeutschen Durchschnitt über der von Bayern oder Niedersachsen.Um strukturelle Effekte bereinigt hat die Produktivität der ostdeutschen M+E-Industrie bereits Ende 1997 etwa 80 Prozent des Westniveaus erreicht.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar