Wirtschaft : Ost-Stahlkocher bessern Branchenbilanz auf

WIESBADEN (AP).Die deutsche Stahlproduktion hat sich dank eines vergleichsweise deutlichen Zuwachses in Ostdeutschland in den ersten elf Monaten des ablaufenden Jahres praktisch auf Vorjahresniveau gehalten.Im Westen Deutschlands gab es einen leichten Rückgang, wie aus den am Montag vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Zahlen hervorgeht.Im November war dagegen in Ost und West ein scharfer Einbruch zu verzeichnen.Die Wirtschaftsvereinigung Stahl hatte bereits davor gewarnt, daß in der Branche wegen der Asienkrise ein drastischer Arbeitsplatzabbau drohe.

Insgesamt lag die Produktion von Roheisen von Januar bis November bei 28,21 Mill.Tonnen und damit um 0,1 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.Auch bei Rohstahl ergab sich ein minimaler Anstieg um 0,1 Prozent auf 41,32 Mill.Tonnen, bei warmgewalzten Stahlerzeugnissen von 1,2 Prozent auf 34,40 Mill.Tonnen.In den alten Bundesländern verringerte sich die Produktion von Rohstahl bis Ende November gegenüber den ersten elf Monaten 1997 um 0,8 Prozent auf 36,07 Mill.Tonnen und von warmgewalzten Stahlerzeugnissen um 1,7 Prozent auf 29,84 Mill.Tonnen.In den neuen Ländern und Ostberlin wurden dagegen mit 5,25 Mill.Tonnen 7,1 Prozent mehr Rohstahl und mit 4,56 Mill.Tonnen 25,4 Prozent mehr warmgewalzte Stahlerzeugnisse hergestellt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Im November allein hat die Stahlindustrie in Deutschland nach Angaben der Statistiker mit 2,21 Mill.Tonnen einen deutlichen Rückgang von 16,0 Prozent weniger Roheisen zu verzeichnen gehabt.Mit 3,37 Mill.Tonnen wurden auch 14,5 Prozent weniger Rohstahl und mit 2,81 Mill.Tonnen 13,7 Prozent weniger warmgewalzte Stahlerzeugnisse hergestellt als im gleichen Monat ein Jahr zuvor.

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