Wirtschaft : Ostdeutscher Arbeitsmarkt: DGB fordert Förderung statt Zuwanderung

fmk

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert, den ostdeutschen Arbeitsmarkt zunächst nicht durch Zuwanderung zu belasten. "Die Erweiterung der EU wird nur gelingen, wenn sie für und mit den Menschen und nicht gegen sie gestaltet wird", sagte DGB-Vize Ursula Engelen-Kefer am Dienstag in Berlin. Bevor Ostdeutschland "Zuwanderungsaktionismus" verkraften könne, seien Investitionen in zukunftsträchtige Arbeitsplätze nötig. Die Regierung solle die Mittel für Ostdeutschland aufstocken. Engelen-Kefer forderte, symbolisch sofort eine Milliarde Mark in die Bildung zu investieren. "Die Abwanderung aus Ostdeutschland in den Westen nimmt zu", sagte Engelen-Kefer. Maßnahmen wie die Ansiedlung von Chipfabriken in Brandenburg könnten dem entgegenwirken. Die EU-Osterweiterung müsse "gerade aus Sicht der ostdeutschen und osteuropäischen Geschichte begrüßt werden", sagte Engelen-Kefer. Diese Länder hätten das Recht auf einen Platz im europäischen Club. Sie müssten aber die nötigen Voraussetzungen erfüllen. Die Löhne in Deutschland seien noch Acht- bis Zehnmal höher.

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