Wirtschaft : Ostdeutscher Aufholprozess dauert noch Jahre

Die ostdeutsche Wirtschaft wird nach Ansicht des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) noch über lange Jahre hinter der westdeutschen hinterherhinken. "Im Moment ist nicht zu sehen, dass der ins Stocken geratende Aufholprozess wieder Fahrt gewinnt", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Freitag in Tutzing bei München. Hauptgrund seien die zu hohen Löhne. Die Tarifverhandlungen von 1991 hätten zu übermäßig schnellen Lohnanpassungen geführt, die der Wirtschaft heute noch schadeten, sagte Sinn bei einer Diskussion über die wirtschaftliche Umstrukturierung in Ostdeutschland seit der deutschen Einheit. Als weitere Gründe für seine pessimistischen Aussichten nannte der Ifo-Präsident die teilweise verfehlte Förderpolitik sowie die niedrige Arbeitsproduktivität und die geringe Exportquote der ostdeutschen Wirtschaft, die in Europa ohne Beispiel sei.

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