Wirtschaft : Ostdeutsches Recycling-Unternehmen sieht seine Krise überwunden

Das nach Scheingeschäften in eine schwere Krise geratene ostdeutsche Recycling-Unternehmen Sero erwirtschaftet wieder Gewinne und sieht eine sicherere Zukunft. "Die Sero AG hat ihre Unternehmenskrise überwunden und konnte mit Hilfe der Banken, eines neuen Mehrheitsaktionärs und durch ein konsequentes Sanierungsmanagement in ruhigeres Fahrwasser gebracht werden", teilte das Unternehmen am Freitag in Berlin mit. Restrukturierung und Entschuldung zeigten bereits sichtbare Erfolge. Die Gruppe sei aus den roten Zahlen und erwirtschafte bereits ein positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen. Innerhalb der Gruppe des neuen Eigentümers Nordag, der in Europa die Marktführung beim industriellen Recycling anstrebe, werde sich Sero als Komplettanbieter positionieren, hieß es auf der nachgeholten Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 1997/98.

Die börsennotierte Sero Entsorgung AG, Berlin, gehört seit März endgültig zur Nordag. Zuvor war über die für die Sanierung von Sero erforderlichen Verzichte der Gläubiger weitestgehend Einigkeit erzielt worden. Sero war nach Manipulationen und Luftbuchungen des früheren Vorstandes in erhebliche Turbulenzen geraten. Die Vorgänge haben nach Unternehmensangaben zu Wertkorrekturen von 83,9 Millionen Mark in der AG und von 123,9 Millionen Mark im Teilkonzern geführt. 1997/98 sei statt eines Überschusses von 7,7 Millionen Mark im bereits testierten Jahresabschluss bei der Sero AG ein Verlust von 76,1 Millionen Mark aufgelaufen (Vorjahr: plus 6,5 Millionen Mark). Im Teilkonzern habe der Fehlbetrag 100,5 Millionen Mark (plus 11,9 Millionen Mark) betragen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit habe minus 99,11 Millionen Mark betragen.

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