OSTEUROPABANK : Brite löst Thomas Mirow als Präsident ab

Chakrabarti
ChakrabartiFoto: AFP

Auf der Jahrestagung

der Osteuropabank EBRD in London hat sich der 53-jährige Suma Chakrabarti als neuer Präsident durchgesetzt. Nach drei Wahlgängen stand der Spitzenbeamte aus dem britischen Justizministerium als neuer Bank-Chef fest. Damit steht erstmals ein Brite an der Spitze der EBRD. Der bisherige Amtsinhaber, Thomas Mirow aus Deutschland, muss nach vier Jahren gehen.

„Wir müssen mit der EBRD auch die Demokratie in Osteuropa stärken“, sagte Chakrabarti unmittelbar nach seiner Wahl. Auf den britischen Spitzenbeamten, der zwar keine Bank-Erfahrung besitzt, aber lange Jahre in der Entwicklungspolitik gearbeitet hat, wartet keine leichte Aufgabe. Die EBRD muss wahrscheinlich verstärkt in Osteuropa einspringen, um größere wirtschaftliche Probleme zu verhindern. Unter ihrem neuen Präsidenten wird die EBRD ihren Aktionsradius zudem nach Nordafrika erweitern. Die Osteuropabank soll künftig auch für wirtschaftliche Stabilität in arabischen Ländern sorgen.

Dass Thomas Mirow seinen Rückzug von der EBRD-Spitze antreten muss, ist keine Überraschung. Die deutsche Regierung hatte Mirows neuerliche Bewerbung nicht unterstützt, weil der EBRD- Spitzenposten als vergleichsweise unbedeutend gilt und noch eine Reihe weiterer Führungspositionen in Europa zu besetzen ist. Deutschland will vor allem Wolfgang Schäuble (CDU) als neue Nummer eins in der Euro-Gruppe durchsetzen. Der deutsche Finanzminister soll

Nachfolger des Luxemburger Ministerpräsidenten

Jean-Claude Juncker werden. Mit dem Ende von

Mirows Amt dürften die

Aussichten Schäubles auf das Amt weiter gestiegen sein.zel (HB)

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