Paketdienste : Weihnachtsgeschenke noch rechtzeitig ankommen lassen

Wer Weihnachtsgeschenke verschicken will, muss sich beeilen. Preisvergleiche der Paketdienste sind kompliziert. Ein paar Tipps.

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Jedes Jahr derselbe Stress. Alle Geschenke müssen pünktlich unter dem Baum liegen. Wer Freunde, Verwandte oder Geschäftspartner beschenken möchte, die nicht am Ort leben, muss neben dem Mann in Rot auch die Boten der Paketdienste in Anspruch nehmen. Foto: dpa/pa
Jedes Jahr derselbe Stress. Alle Geschenke müssen pünktlich unter dem Baum liegen. Wer Freunde, Verwandte oder Geschäftspartner...Foto: picture-alliance/ dpa

Trödeln wird teuer. Wer seine Weihnachtsgeschenke nicht persönlich überreichen kann, sondern per Paketdienst verschicken will, muss sich sputen. Das gilt zumindest dann, wenn die Freunde und Verwandten nicht in Deutschland leben. Wer sein Paket zu spät losschickt, muss hohe Zuschläge zahlen, damit das Geschenk noch rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum eintrifft.

USA UND ÜBERSEE
Für „normale“ Pakete ist es schon zu spät. Damit die Geschenke bis Heiligabend in New York oder Sydney ankommen, hätte man sein Paket bis zum 1. Dezember bei der Posttochter DHL abliefern müssen. „Wer das versäumt hat, kann jetzt noch den Premiumservice nutzen“, sagt DHL-Sprecherin Anke Baumann. Das ist noch bis Freitag möglich. Die größere Versandschnelligkeit hat jedoch ihren Preis: Für ein Päckchen (bis zwei Kilo Gewicht) zahlt man nun 27,80 Euro statt 13,90 Euro.

EUROPA

Auch für Päckchen und Pakete in die Türkei, Norwegen oder Russland wird es langsam eng. Bei DHL muss man sie bis Mittwoch abgegeben haben, damit die Sendungen ohne Eilzuschläge fristgerecht im europäischen Ausland eintreffen. Etwas mehr Zeit haben diejenigen, die Weihnachtspakete für Empfänger in EU-Ländern und der Schweiz schnüren – hier endet die Abgabefrist für Standardsendungen am kommenden Samstag.

DEUTSCHLAND
Trotz Terrorgefahr und verschärften Sicherheitskontrollen soll es für Sendungen innerhalb Deutschlands bei den bisherigen – großzügigen – Fristen bleiben. Pakete und Päckchen, die bis zum 22. Dezember, 12 Uhr, verschickt werden, kommen bis Heiligabend an, verspricht DHL. Dieselbe Frist setzt auch Postkonkurrent Hermes seinen Kunden. Einen Tag früher muss man sein Päckchen oder Paket bei GLS abliefern. Beide Paketdienste nehmen die Lieferungen in Paketshops an, diese befinden sich meist in Tankstellen, Einzelhandelsgeschäften und Kiosken. Eine Übersicht finden Sie im Internet unter www.posttip.de

PREISUNTERSCHIEDE
„Preisvergleiche lohnen sich“, sagt Eike Böttcher, Experte des Internet-Vergleichsportals posttip.de. Allerdings ist der Vergleich nicht leicht, denn die Konditionen der Anbieter unterscheiden sich deutlich. So kostet bei DHL ein Päckchen bis zu zwei Kilogramm 4,10 Euro, wenn man die Sendung in der Filiale abgibt. Versichert sind die Päckchen nicht – normalerweise. In einer Sonderaktion, die bis zum 15. Dezember befristet ist, bietet die Post derzeit aber auch den Versand von Kleinpaketen bis zu zwei Kilogramm mit einem pauschalen Versicherungsschutz von 500 Euro zu einem Preis von 3,99 Euro an. Der Haken an der Sache: Das Aktionspaket gilt nur für das Internet, dort muss man sich die Paketmarken online besorgen und ausdrucken.

Bei Hermes gibt es den Versicherungsschutz dagegen regulär. Beim „S-Paket“ für 4,30 Euro ist der Inhalt bis zu 500 Euro versichert. Auch die Gewichtsgrenze liegt mit einem Maximalgewicht von 25 Kilogramm deutlich über dem DHL-Tarif.

Vollends kompliziert wird die Suche nach dem günstigsten Anbieter, weil einige Paketdienste ihre Preise nicht nach Gewicht, sondern nach der Größe der Sendung berechnen. So kostet bei GLS ein Paket bis zu 40 Kilogramm, bei dem die kürzeste und längste Seite zusammen 50 cm nicht überschreiten, 5,90 Euro. Ein Paket mit denselben Ausmaßen, allerdings maximal 20 Kilogramm schwer, kann man mit Hermes bereits für 3,65 Euro verschicken. Allerdings handelt es sich dabei um einen reinen Online-Tarif, der nur mit Online-Paketschein auf der Hermes-Internetseite verfügbar ist. Zudem werden die Pakete bei diesem Angebot nicht an Privathaushalte verschickt, sondern nur an Hermes-Paketshops.

INTERNET
Wer sich seine Paketmarke bereits online besorgt und ausdruckt, kann auch bei DHL Geld sparen. Im Vergleich zum Kauf in der Filiale kostet das Versenden per Internet einen Euro weniger. Günstiger ist es auch, wenn man bei DHL bereits frankierte Verpackungen kauft, das sogenannte „Pluspäckchen“. In Größe M kosten Verpackung plus Versand (maximal zehn Kilogramm) 5,99 Euro.

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