Wirtschaft : Panamera hilft Porsche

Berlin - Der neue viertürige Porsche Panamera hat den Umsatz des Sportwagenherstellers kräftig steigen lassen – trotz insgesamt stagnierender Absatzzahlen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres, das bis Ende Juli läuft, hat Porsche 5,2 Milliarden Euro umgesetzt, 11,8 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Verkauft wurden insgesamt 53 605 Fahrzeuge, 30 weniger als im Vorjahr.

Porsche teilte am Freitag mit, der operative Gewinn liege bei rund 600 Millionen Euro. Damit erreichte das Unternehmen, das in den Volkswagen-Konzern eingegliedert werden soll, erneut eine zweistellige Rendite. Wettbewerber wie BMW oder Mercedes liegen deutlich darunter. Die Porsche-Aktie gewann am Freitag anfangs mehr als drei Prozent, fiel später aber wieder zurück. VW gehören bereits knapp 50 Prozent des Porsche-Fahrzeuggeschäfts, 2012 sollen die börsennotierte Porsche Holding SE mit dem verbliebenen Restanteil ganz mit dem VW-Konzern verschmolzen werden.

Der 300-PS-starke Panamera, der in der Basisausstattung knapp 76 000 Euro kostet, ist vor allem bei reichen Chinesen sehr beliebt. Sie bezahlen wegen hoher Importzölle deutlich mehr als den deutschen Listenpreis. In Deutschland und in den USA verkaufte Porsche hingegen zuletzt weniger. Die Verkaufszahlen des Sportwagenklassikers 911 brachen um ein Drittel ein, von dem gemeinsam mit VW entwickelten und vor einem Modellwechsel stehenden Geländewagen Cayenne verkaufte Porsche 23 Prozent weniger Fahrzeuge. Im gesamten Geschäftsjahr 2009/10 will Porsche einen Absatz erreichen, der über dem Vorjahreswert von 75 238 Fahrzeugen liegt. mot

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