Wirtschaft : Paris denkt an Einstieg bei Peugeot

Paris - Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat durch die Bekanntgabe von Milliardenabschreibungen neue Spekulationen über einen möglichen Verlust seiner Unabhängigkeit ausgelöst. Frankreichs Budgetminister Jérôme Cahuzac bezeichnete einen möglichen Einstieg des Staates bei dem schwer angeschlagenen Unternehmen am Freitag als möglich und verwies auf den staatlichen Investitionsfonds FSI. Eine Kapitalbeteiligung stehe allerdings nicht auf der Tagesordnung, hieß es aus dem Wirtschafts- und Finanzministerium.

Der PSA-Konzern hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, in der Bilanz für das Jahr 2012 neue Abschreibungen in Höhe von rund 4,1 Milliarden Euro zu verbuchen. Allein die direkten Vermögenswerte der Autosparte sind demnach mit mehr als drei Milliarden Euro betroffen. Als Hintergrund nannte PSA die Absatzkrise auf dem europäischen Markt. Das vollständige Jahresergebnis soll am kommenden Mittwoch vorgestellt werden.

Analysten erwarten den höchsten Verlust der Unternehmensgeschichte. Um aus der Verlustzone zu kommen, will PSA mehr als 8000 Arbeitsplätze streichen und ein Werk bei Paris schließen. Die Gewerkschaften laufen allerdings Sturm gegen die Sanierungspläne. dpa

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