Wirtschaft : PARKETT Geflüster

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Das ist doch keine Kunst, mag man bei manchem Gemälde sagen – ganz leise, zu sich selbst. Man will ja kein Banause sein. Dass aber Trauerreden Kunst sind, hat das Bundessozialgericht in Kassel jetzt entschieden und damit einer 50-jährigen Freiberuflerin aus Niedersachsen die Aufnahme in die Künstlersozialversicherung zugesprochen. Zur Begründung führten die Richter aus, Trauerreden richteten sich zwar an nur einen kleinen Personenkreis, seien aber meist öffentlich und daher mit der Arbeit von Journalisten vergleichbar. Keine Frage, das ist natürlich eine absolut überzeugende Haltung. Journalismus ist Kunst, finden Journalisten schon lange. Und das gilt besonders für den Wirtschaftsjournalismus, findet das Parkettgeflüster-Team. Zumal der häufig mit Trauerreden vergleichbar ist, etwa wenn ein Unternehmen mal wieder Tausende von Stellen abbaut und so seinen Aktienkurs steigert. So schließt sich der Kreis dank des Kasseler Urteils. mod

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