Patentklagen : Apple-Chef Cook muss mit Samsung verhandeln

Samsung und Apple überziehen sich gegenseitig mit Patentklagen, um den Konkurrenten am Verkauf seiner Produkte zu hindern. Eine Richterin setzt die Streithähne jetzt an einen Tisch.

Ganz in Gelb: Apple-Chef Tim Cook beim Besuch von Foxconn, wo das Unternehmen einen Teil seiner Geräte produzieren lässt.
Ganz in Gelb: Apple-Chef Tim Cook beim Besuch von Foxconn, wo das Unternehmen einen Teil seiner Geräte produzieren lässt.Foto: dapd

Apple und Samsung werden in den nächsten Monaten einen Versuch unternehmen, ihren erbitterten Patentkrieg beizulegen. Auf Drängen der zuständigen Richterin aus San Francisco erklärten sich beide Unternehmen bereit, auf Chefebene zu verhandeln.

Das Gericht setzte eine Frist von 90 Tagen, wie aus am Dienstag veröffentlichten Unterlagen hervorgeht.
Apple und Samsung werfen sich in zahlreichen Klagen in mehreren Ländern Ideenklau vor. Im Sommer soll ein großer Prozess in Kalifornien beginnen, vor dem jetzt noch einmal verhandelt wird.

In Deutschland laufen ebenfalls mehrere Klagen. Unter anderem gelang es Apple hier, den iPad-Konkurrenten Galaxy Tab 10.1 monatelang dem Handel fernzuhalten.

Vom Gericht erzwungene Verhandlungsrunden müssen nicht zum Erfolg führen, wie das jüngste Beispiel von Oracle und Google zeigt. Die Unternehmen waren sich in den Gesprächen um Ideenklau-Vorwürfe von Oracle gegen das Google-Betriebssystem Android nicht nähergekommen. Am Montag startete der Prozess.

In Bildern: Tim Cook präsentiert das iPad 3

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08.03.2012 07:58Ab dem 16. März ist das neue iPad im Handel erhältlich, zunächst in den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Schweiz, Japan -...

Einen Unterschied im Fall von Apple und Samsung könnte jedoch ausmachen, dass sie auch Partner sind. Samsung ist einer der wichtigsten Apple-Zulieferer und produziert unter anderem die Bildschirme für Kassenschlager wie das iPad. Apple versuchte zuletzt zwar, mit Investitionen in den japanischen Samsung-Rivalen Sharp die Abhängigkeit von den Südkoreanern zu verringern, sie bleiben aber immer noch ein Schlüsselpartner.

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