Wirtschaft : PB Versicherung: Postbank-Tochter im ersten Jahr mit 50 000 Verträgen

bfr

Postbank und Deutsche Post haben ein Jahr nach Verkaufsstart von Versicherungen rund 50.000 Verträge abgeschlossen. Die PB Versicherung hatte im April 1999 das Finanzdienstleistungsangebot von Deutscher Post und Postbank um Renten-, Unfall- und Lebensversicherungen erweitert. Wie die Postbank mitteilte, belief sich die im ersten Jahr abgeschlossene Versicherungssumme für den Bereich Leben auf etwa 920 Millionen Mark. Die Beitragssumme für die Unfallversicherung betrug rund 32 Millionen Mark. Das Netz an Centerfilialen mit Finanzdienstleistungsschaltern werde bis Ende 2001 von derzeit 300 auf 721 ausgebaut, hieß es zudem.

Die PB Versicherung sieht sich positioniert zwischen konventionellen Versicherern mit ausgebautem Außendienst und Direkt-Versicherern ohne Außendienst. Der Verkauf erfolgt an den Schaltern über "selbsterklärende Prospektanträge", auf Wunsch kann der Kunde aber auch in vielen Filialen ein persönliches Beratungsgespräch führen. Nach und nach sollen nun Versicherungen in den täglichen Verkaufsprozess aller Vertriebskanäle - wie Centerfilialen, Postagenturen, Online-Banking und den zusätzlichen Online-Vertriebswegen der Deutschen Post - integriert werden.

Mit neuen Versicherungsbedingungen will die PB Versicherung zudem nach eigenen Angaben mehr Kundenfreundlichkeit beweisen. Eine repräsentative Umfrage des Infas-Meinungsforschungsinstituts im Auftrag der PB Versicherung habe gezeigt, wie groß das Misstrauen der Deutschen gegenüber den Allgemeinen Versicherungsbedingungen sei. Zu viele Fachausdrücke, "Juristendeutsch" und im Kleingedruckten versteckte Klauseln würden bemängelt. 96 Prozent der Befragten waren nicht der Meinung, die Versicherungsbedingungen seien verbraucherfreundlich. Die PB Versicherung erklärte, sie biete von diesem Monat an verständliche und klar gegliederte Bedingungen "ohne Haken und Ösen", ohne Kleingedrucktes. Sie seien in Zusammenarbeit unter anderem mit Verbraucherschutzverbänden überarbeitet worden.

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