Wirtschaft : PC-Virenschutz

Sicherheitspakete bieten mehr Leistung zu niedrigeren Preisen

Maurice Shahd

PREIS DER WOCHE

Computer-Viren, Internet-Würmer, Trojanische Pferde, Dialer-Programme oder E-Mail-Spam: Zahlreiche Arten von Computerschädlingen können den heimischen PC verunreinigen. Während unerwünschte Werbemails einfach nur nerven, kann ein gefährlicher Virus wie „My Doom“ den Totalverlust von Daten auf dem Computer bedeuten. „Am wirksamsten schützt eine Kombination aus einem Virenschutzprogramm und einer Firewall“, sagt Thomas Stürznickel, Technikchef der Sicherheitsfirma Secunet. Der Virenscanner überprüft die Festplatte und eingehende E-Mails regelmäßig auf gefährliche Eindringlinge. Die Firewall (Englisch für Brandschutzwand) wehrt Attacken von Hackern auf den Computer ab, bei denen Daten wie Passwörter ausgespäht werden könnten. Beim Marktführer Symantec kostet das weit verbreitete Virenschutzprogramm „Norton Antivirus“ 49,95 Euro. Bei Amazon ist die Software dagegen schon für 37,99 Euro zu haben. Das Konkurrenzprodukt McAfee „Virusscan“ kostet hier statt 44,95 Euro nur 32,99 Euro.

Grund für den Preisunterschied sei der Wettbewerb zwischen den Händlern, sagt Stürznickel. Die Preise für die Schutzprogramme seien in den letzten Jahren tendenziell gefallen, weil die Software mit immer neuen Funktionen ergänzt wird. Zudem sind inzwischen immer mehr Software-Pakete auf dem Markt, die Virenschutz, Firewall, Anti-Spam und weitere Funktionen verbinden. Das Symantec-Paket „Norton Internet Security“ kostet 79,95 Euro, die McAfee „Internet Securitysuite“ 74,95 Euro. Allerdings bieten die Programme nur ein Jahr lang wirksamen Schutz, danach erkennen sie nicht mehr die neuesten Viren. Ein Update für ein weiteres Jahr ist in der Regel für die Hälfte des Neupreises zu bekommen.

Neben den kostenpflichtigen Programmen gibt es eine recht unübersichtliche Auswahl kostenloser Software (Freeware). Häufig handelt es sich dabei um abgespeckte Vollversionen, die für den nichtprofessionellen Einsatz vollkommen ausreichen. Zu den Klassikern kostenfreier Firewalls gehört das Programm „Zonealarm“, das auf der Webseite der Firma Zonelabs heruntergeladen werden kann. Sehr teuer können „Dialer“ werden. Diese Wählprogramme installieren sich unbemerkt auf dem Computer, während der Benutzer im Internet surft. Das Programm ersetzt die Verbindung zum Provider durch einen Anschluss zu einer teuren Nummer, die mit 0190 oder 0900 beginnt. Auf der von Herstellern unabhängigen Webseite „Dialerschutz.de“ finden PC-Nutzer zahlreiche kostenlose Schutzprogramme, die vor Einwahlversuchen warnen. Foto: imago

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