Wirtschaft : Pearson: Medienkonzern kauft NCS

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Die Offerte von Pearson Plc. für National Computer Systems Inc. (NCS) beläuft sich auf 73 Dollar je Aktie - zusammen 2,5 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem Aufschlag von rund sieben Prozent auf den Schlusspreis von NCS am Freitag im amerikanischen Börsenhandel. Die Briten möchten die Aktionäre von NCS komplett in bar abfinden. Die Aktie von Pearson sackte am Montag in London um gut sechs Prozent ab auf 1890 Pence. Für den britischen Medienkonzern passt die amerikanische Neuerwerbung in die unter der rührigen Pearson-Chefin Majorie Scardino eingeschlagene Strategie, sich neben den klassischen Mediensparten Bücher, Magazine, Zeitungen und Fernsehen zu einem weltweit führenden Anbieter für Lehrmittel zu etablieren. NCS ist ein auf Lernsoftware spezialisiertes Unternehmen. Pearson hat sich bereits mit der Übernahme der Lehrbuchsparte des US-Verlages Simon & Schuster für 4,6 Milliarden Dollar im Sommer 1998 zum weltweit größten Schulbuchanbieter entwickelt. Mit dem inzwischen mit Time Warner fusionierten Online-Dienst AOL hat Pearson ferner ein internetgestütztes Lernangebot geplant. Ab September soll dieses Angebot mit Namen "Learning Network" an den Start gehen. Darin wird auch das jüngst in den USA erworbene "Family Network" aufgehen, das auf Erwachsenenbildung spezialisiert ist. Durch die Übernahme von NCS rechnet Pearson mit Einsparungen von 50 Millionen Dollar bis zum Jahr 2001. Bis August will man ferner die Vorbereitungen für eine Notierung von Pearson an einer US Börse abgeschlossen haben.

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