Wirtschaft : Personal-Service-Agenturen

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Sie sind das Herz der HartzReform: Die so genannten Personal-Service-Agenturen, mit deren Hilfe Unternehmen neue Mitarbeiter finden und risikolos einstellen können. Der Vorteil für den Arbeitslosen: Er kann seine Fähigkeiten beweisen und bekommt womöglich einen Dauerarbeitsplatz – das ist der so genannte Klebe-Effekt.

In jedem der 180 Arbeitsämter soll nun mindestens eine PSA eingerichtet werden. Rund 50 000 Arbeitslose sollen in diesem Jahr an Unternehmen verliehen werden, 2004 schon die doppelte Zahl. Weil die Arbeitsämter nicht zu großen Zeitarbeitsfirmen werden sollen, laufen derzeit Ausschreibungen für die PSA, auf die sich auch private Vermittler bewerben können. Im April sollen die ersten PSA an den Start gehen, im Sommer bereits 300 bundesweit existieren. Doch nicht nur die Arbeitsämter, auch Unternehmen haben die PSA als Mittel zur schonenden Reduzierung des Personalbestandes entdeckt. Die Deutsche Telekom hat bereits eine PSA eingerichtet und verleiht bundesweit Angestellte wie Beamte an andere Firmen, bei der Deutschen Bahn gibt es ein ähnliches Modell, und auch der Touristikkonzern Tui plant für dieses Jahr eine PSA mit rund 100 Mitarbeitern. Das soll sich mittelfristig auch auf dem Arbeitsmarkt positiv bemerkbar machen: Die Bundesanstalt für Arbeit rechnet damit, dass jeder zweite PSA-Beschäftigte einen Job im Entleihbetrieb bekommen wird. Und die Bertelsmann-Stiftung erwartet sogar, dass innerhalb von fünf Jahren bis zu 375 000 Menschen eine reguläre Stelle finden. brö/ce

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