• Personaldienstleister Maatwerk meldet Insolvenz an Partner der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt 9500 Mitarbeiter

Wirtschaft : Personaldienstleister Maatwerk meldet Insolvenz an Partner der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt 9500 Mitarbeiter

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(Tsp/dpa). Eines der profiliertesten Unternehmen zur Integration Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt hat Insolvenz angemeldet. Das meldet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung.“ Maatwerk, die deutsche Tochter eines niederländischen Unternehmens, hat rund 200 Verträge mit der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA), um als PersonalService-Agentur (PSA) zu arbeiten. Betroffen von der Pleite sind etwa 9500 Mitarbeiter.

Maatwerk (zu deutsch: Maßarbeit) galt bisher als eines der besten Beispiele dafür, wie man mit persönlicher Betreuung Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfängern den Rückweg in den Arbeitsmarkt bahnen kann. Das Prinzip der Agentur: In einer persönlichen Analyse werden Stärken und Schwächen des Arbeitslosen ermittelt, er wird gezielt auf seinen neuen Job vorbereitet und von einem persönlichen Fallbearbeiter betreut. Das Modell hatte in den Niederlanden und auch in deutschen Städten wie Hamburg und Berlin erfolgreich funktioniert.

Daraufhin war Maatwerk einer der bevorzugten Partner der Bundesagentur geworden. Das Unternehmen arbeitete als PSA in der Qualifizierung und Vermittlung von Arbeitslosen. Jetzt müssen sich die PSA-Beschäftigten wie die Mitarbeiter normaler Unternehmen verhalten: Sie müssten sich umgehend arbeitslos melden. „Für uns sind sie Arbeitnehmer wie in einem normalen Unternehmen“, sagte der BA-Sprecher. Derzeit werde noch geprüft, ob sie einen Anspruch auf Insolvenzgeld hätten. Nun werde versucht, die Betroffenen rasch zu vermitteln oder in anderen PSA unterzubringen. „Derzeit sind nur 32 000 der insgesamt 44 000 PSA- Plätze besetzt“, sagte der Sprecher.

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