Wirtschaft : PERSONALIEN

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Haftbefehl gegen Hyundai-Chef

Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen den Hyundai- Chef Chung Mong Koo beantragt. Ihm wird die Veruntreuung von Firmengeldern in Höhe von 100 Milliarden Won (etwa 85 Millionen Euro) vorgeworfen. Hyundai ist einer der Hauptsponsoren der Fußball- Weltmeisterschaft in Deutschland.

Der Chef des siebtgrößten Autoherstellers der Welt soll den Betrag an einen Geheimfonds abgezweigt haben, teilten die Ermittler mit. Mit dem Geld soll er Regierungsbeamte und Politiker bestochen haben. Dabei soll es unter anderem um Baugenehmigungen und Kreditabschreibungen gegangen sein. Chung soll zudem durch illegale Transaktionen die Übertragung der Konzernkontrolle an seinen Sohn Chung Eui Sun gefördert haben. Gegen diesen, der selbst Chef der Hyundai-Tochter Kia Motors ist, soll auch Anklage erhoben werden. Er wird jedoch nicht inhaftiert. Die Staatsanwaltschaft schließt Anklagen gegen weitere Manager des Konzerns nicht aus. Schon Ende März waren der Generaldirektor und der Finanzchef einer Hyundai-Filiale festgenommen worden. In einer Börsenmitteilung blies der Konzern die für Donnerstag geplante Veröffentlichung seiner Zahlen für das erste Quartal ab, ohne einen neuen Termin zu nennen. Der Wert der Hyundai-Aktie verlor an der Börse in Seoul drei Prozent. Analysten befürchten nun ein Machtvakuum an der Konzernspitze. Das Unternehmen steht für zehn Prozent des südkoreanischen Bruttoinlandsprodukts und für elf Prozent der Arbeitsplätze. Tsp

Wöhrl sitzt Aufsichtsrat der LTU vor

Hans-Rudolf Wöhrl ist neuer Vorsitzender des LTU-Aufsichtsrates. Das Kontrollgremium der Fluggesellschaft wählte den Eigentümer des Billigfliegers dba einstimmig zum Vorsitzenden. Wöhrl war über die Intro Verwaltungsgesellschaft Mitte Februar 2006 mit 60 Prozent bei der LTU eingestiegen. Die Handelsgruppe Rewe hält weiterhin 40 Prozent. Wöhrl will mit der neuen Allianz dba/LTU der Lufthansa künftig stärker Konkurrenz machen. dpa

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