Wirtschaft : Peugeot auf Partnersuche

PARIS (AFP).Der französische Automobilkonzern PSA Peugeot Citroen SA, Paris, geht nach einem erfolgreichen Jahr 1998 auf Partnersuche.Das Unternehmen prüfe "in Europa oder anderswo" die Möglichkeiten zu Zukäufen, sagte Präsident Jean-Martin Folz am Mittwoch in Paris.Dabei werde das Ziel verfolgt, möglichst schnell eine Plattform-Strategie zu entwickeln.

Bislang nutzt PSA bereits bei Modellen seiner zwei Marken Peugeot und Citroen Synergien durch Verwendung gleicher Baugruppen.Das ist auch ein Erfolgsrezept des Volkswagen-Konzerns.Zudem kooperiert PSA mit dem italienischen Fiat-Konzern bei der Herstellung weitgehend baugleicher Großraumlimousinen und Transporter.Folz sagte: "Man muß pragmatisch und nicht dogmatisch sein.Wir betrachten die Möglichkeiten, und wenn wir eine interessante finden, ergreifen wir sie."

Nach einem Verlustjahr 1997 hat Folz den Konzern wieder in die Gewinnzone geführt.Die Geschäftsleitung begründete den Erfolg mit einer Senkung der Produktionskosten und der Steigerung der Verkaufszahlen um 8,5 Prozent.Für 1998 wurde ein Ertrag von 3,178 Mrd.Franc (949 Mill.DM/484 Mill.Euro) ausgewiesen.1997 war ein Verlust von 2,768 Mrd.Franc verbucht worden - vor allem wegen Umstrukturierungen nach dem Führungswechsel im Konzern mit dem Ende der Ära des PSA-Präsidenten Jacques Calvet.

Für das laufende Jahr wird eine weitere Verbesserung des Ergebnisses erwartet, obwohl mit einer sinkenden Nachfrage für Personenwagen auf dem europäischen Markt gerechnet wird.Das Unternehmen wird in diesem Jahr eine Dividende von 9,84 Franc (1,50 Euro) zahlen.

An dem Erfolg von PSA hat die Markteinführung des neuen Modells Peugeot 206 einen erheblichen Anteil.Wegen der starken Nachfrage für den Kleinwagen werden im Werk Mülhausen im Elsaß 1200 zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt.

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