Wirtschaft : Peugeot wirbt um deutsche Autofahrer Vorstoß bei Firmenwagen

Händlernetz stark ausgedünnt

-

Frankfurt (Main) (ro). Der französische Automobilkonzern Peugeot will in diesem Jahr in Deutschland gegen den Trend fast 20 Prozent mehr Autos verkaufen. Nachdem 2002 rund 113200 Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge aus den Fabriken von Peugeot zugelassen worden waren, will DeutschlandChef Olivier Veyrier 2003 etwa 136000 Autos absetzen und damit den Marktanteil von 3,34 auf 3,85 Prozent steigern. Dabei setzt der Manager vor allem auf den Kleinwagen 206 und auf die Dieseltechnologie seines Hauses. Peugeot bietet bislang als einziger Hersteller weltweit einen Dieselfilter an, der den Ausstoß von Rußpartikeln auf nahezu null reduziert. In der zweiten Jahreshälfte sollen die ersten Fahrzeuge mit Rußfilter und Euro 4-Norm auf den Markt kommen. Damit wäre eine befristete Befreiung von der Kfz-Steuer verbunden. Veyvrier wehrte sich auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt (Main) gegen Kritik vor allem deutscher Hersteller an den Rußfiltern. „Es gibt derzeit keine andere operative Lösung für das Rußproblem.“ Ein Drittel aller in Deutschland im Jahr 2002 verkauften Peugeots sind mit Dieselmotoren ausgestattet. Bei den größeren Modellen 607 und 807 haben alle Fahrzeuge einen Rußfilter, bei den kleineren liegt die Quote bei über 80 Prozent. Ab April werden alle Modelle mit den Filtern ausgerüstet.

In der derzeit laufenden Neuausrichtung des Händlernetzes, in die die Franzosen bis 2005 rund 500 Millionen Euro investieren, sieht Veyrier kein Hindernis für einen höheren Absatz. Ursprünglich hatte Peugeot in Deutschland 800 Händler. 650 haben die Franzosen die Verträge gekündigt, 150 sind geblieben. 100 weitere sollen dazugekommen. Insgesamt will Peugeot in Deutschland künftig mit 250 Ablegern an 700 Standorten vertreten sein. Dabei wollen die Franzosen künftig auch deutlich mehr Fahrzeuge als Firmenwagen verkaufen. Derzeit entfällt auf diesen Bereich nur ein Anteil von 12,9 Prozent. Der Umsatz kletterte 2002 um 10,5 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro.

0 Kommentare

Neuester Kommentar