PFANNEN IM TEST Qualität für acht Euro : Gut gebraten

Aluminium oder Edelstahl – fast alle überzeugen

Yasmin El-Sharif
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Vorbei sind die Zeiten, in denen man die Unfähigkeit, ein ordentliches Spiegelei zu braten, auf eine schlechte Pfanne schieben konnte. Denn die allermeisten Pfannen haben heute eine Antihaftbeschichtung, die verhindert, dass etwas kleben bleibt und das Essen nicht gelingt. Qualitative Unterschiede gibt es dennoch bei Pfannen. Wo diese genau liegen, hat die Stiftung Warentest untersucht. 19 Modelle aus Aluminiumblech, Aluminiumguss und Edelstahl hat das Prüfinstitut getestet. Die Preise der einzelnen Pfannen lagen weit auseinander – zwischen 8 und 119 Euro kosteten sie. Die meisten erwiesen sich als „gut“. Selbst die günstigste Pfanne von Aldi Süd erhielt ein „gutes“ Gesamturteil. Nur ein Modell fiel durch. Der Grund: Der Griff wurde zu heiß.

Doch bevor die Pfannen endgültig bewertet wurden, mussten sie einiges aushalten. Um eine Nutzung von mehreren Jahren zu simulieren, haben die Tester jede Pfanne mit einer Mischung aus Stahlkugeln, Mineralienpartikeln und Wasser gescheuert. Diesen Extremtest bestanden die meisten Beschichtungen „gut“, jede dritte sogar „sehr gut“. In puncto Korrosionsbeständigkeit – in jeder Pfanne wurde hierfür eine Tomaten- Reis-Mischung mehrere Tage hintereinander immer wieder aufgekocht – konnten die meisten Pfannen ebenfalls überzeugen. Und auch beim Test von Aufheizverhalten und Wärmespeicherung hat keine Pfanne versagt. Allerdings waren die Ergebnisse hier nicht so gut wie beim Test der Beschichtungen – oft wurde nur Mittelmaß geboten. „Auffallend war, dass sich keine Unterschiede zwischen den Materialgruppen ausmachen ließen“, schreiben die Tester.

Auch die Griffe wurden geprüft. Vor allem bei schweren Pfannen ist der Griff entscheidend für die Handhabung. Manche sind zum Beispiel so glatt, dass man leicht abrutscht. Schlechte Ergebnisse gab es aber selbst hier nicht. Im Belastungstest fiel eine Pfanne durch: Beim Quelle-Modell verformte sich der Rand und löste sich der Griff.

Die meisten Pfannen im Test haben einen Kunststoffgriff. Der Vorteil dieser Griffe liegt darin, dass sie auf dem Herd nicht zu heiß werden. Andererseits kann man solche Pfannen nicht zum Überbacken im Ofen verwenden. Selten hält der Kunststoff hohen Temperaturen stand. Metallgriffe sind dagegen ofentauglich, werden aber auch auf dem Herd sehr heiß.

„Mehr als unglücklich ist der Griff der Elo Bratpfanne Silocast“, meint die Stiftung Warentest. Er besteht zwar größtenteils aus Kunststoff, ist aber ausgerechnet vorn am Ansatz zur Pfanne aus Metall. Diese Stelle kann beim Braten mehr als 100 Grad Celsius heiß werden. Da hier wegen des Kunststoffs in der Regel niemand Topflappen zur Hand nimmt, die Finger aber schnell mal an diese Stelle geraten können, sind Brandblasen wahrscheinlich. Das Gesamturteil dieser Pfanne: „Mangelhaft“. Yasmin El-Sharif

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