Wirtschaft : Pharma im Plus

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Die Aktie von Schering wurde durch die Nachricht von der Bayer-Offerte auf einen Höchststand getrieben – dabei hatte der Wert schon in der vergangenen Woche in Reaktion auf das Merck- Angebot um zeitweise mehr als 26 Prozent zugelegt. Am Freitag stieg das Papier bei überdurchschnittlich hohem Umsatz in der Spitze um bis zu 5,3 Prozent und erreichte damit ein neues Rekordhoch von 89,45 Euro. Im Laufe des Tages gab der Kurs wieder nach. „Nun ist die Spekulation aus der Aktie draußen, dass Merck noch einmal nachlegt“, sagte ein Analyst zur Begründung.

Auch die Papiere von Bayer konnten am Freitag deutlich zulegen. Das ist ungewöhnlich, eigentlich sinkt der Kurs des Unternehmens, das ein Angebot vorlegt, weil in der Regel hohe Schulden auf das Unternehmen zukommen. Die im Dax notierte Bayer-Aktie ignorierte das kurzerhand und stieg am Freitag um bis zu zwei Prozent auf 35,49 Euro. „In beiden Werten ist Euphorie zu spüren“, sagte ein Händler. „Die Investoren erwarteten eine Win-Win-Situation“, sagte ein Analyst zur Begründung für den Höhenflug.

Sogar die Aktie des unterlegenen Unternehmens Merck konnte noch Kursgewinne mitnehmen. Die im M-Dax für mittelgroße Werte notierten Papiere drehten nach anfänglichen Verlusten deutlich ins Plus und legten am Ende um 0,6 Prozent auf 80,99 Euro zu. „Der Markt ist erleichtert, dass Merck nun doch nicht nachlegt und sich in einen teuren Übernahmekampf verwickelt“, sagte ein Händler. Zudem könne Merck nach der Schering-Übernahme seinen 5,1-Prozent-Anteil an dem Berliner Konzern verkaufen und so einen Gewinn von 270 Millionen Euro einstecken.pet

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