Wirtschaft : Pharma-Industrie: Pfizer fürchtet die Konkurrenz für Viagra nicht

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Der führende US-Pharmakonzern Pfizer Inc. hält trotz drohender Konkurrenz für seine Hauptprodukte und trotz des sich abzeichnenden schwächeren Wachstums auf dem Pharmamarkt an den Gewinnzielen für die kommenden Jahre fest. Pfizer-Vorstandschef Henry McKinnell sagte im Gespräch mit dem Handelsblatt, auch ohne größere Übernahmen werde es gelingen, den Konzerngewinn in diesem und im kommenden Jahr um 25 Prozent jährlich zu steigern. Dazu sollen auch die Hauptprodukte des Konzerns mit Sitz in New York beitragen. Zu ihnen gehören das Potenzmittel Viagra und das Cholesterin senkende Medikament Lipitor.

McKinnell rechnet nicht damit, dass durch die Rücknahme des Cholesterinsenkers Lipobay/Baycol der Bayer AG Schwierigkeiten auf Pfizer zukommen werden. Die EU-Behörde hat im Zuge des Bayer-Falls eine Untersuchung einiger Mittel zur Senkung des Blutfettwertes angestrengt. McKinnell rechnet vielmehr mit weiterhin starkem Plus beim Lipitor-Umsatz. Allerdings droht ernsthafte Konkurrenz vom britischen Pharmakonzern Astra Zeneca Plc, der nächstes Jahr den Blutfett-Senker Crestor auf den Markt bringen will. Analysten wie Mara Goldstein von CIBC World Markets sehen für Crestor gute Wachstumschancen, doch der Pfizer-Chef fürchtet die Konkurrenz nicht: "Ich sehe derzeit nichts Besseres am Horizont," sagt McKinnell, der im Januar an die Spitze des US-Konzerns gerückt ist.

Auch beim Potenzmittel Viagra droht Pfizer starke Konkurrenz. Bisher beherrscht Pfizer den US-Markt allein. Doch nächtes Jahr sollen gleich zwei neue Potenzmittel auf den Markt kommen: Vardenafil von Bayer soll eine schnellere Erektion ermöglichen. Und Cialis vom US-Pharmakonzern Eli Lilly und dem Biotech-Unternehmen Icos Corp. soll bei potenzschwachen Männern schneller und länger wirken.

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