Wirtschaft : Pharmageschäft soll an die internationale Ausrichtung der Unternehmensgruppe angepasst werden

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Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF will seine Pharmasparte durch organisatorische und personelle Veränderungen an die internationale Ausrichtung der Unternehmensgruppe anpassen. Geplant sei, den Bereich BASF Pharma mehr auf das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu konzentrieren, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Ludwigshafen mit. Das gelte für Forschung und Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb. Daher werde das Pharmageschäft mit Wirkung vom 1. Juni an den Unternehmensbereich Feinchemie übertragen. Der Konzern verspricht sich von diesen Maßnahmen eine größere Selbstständigkeit und eine höhere Leistungsfähigkeit.

Außerdem wird nach Angaben des Konzerns ein neues globales Führungsgremium für die Sparte eingerichtet. Vom Februar an wird der "BASF Pharma Executive Board" die Arbeit aufnehmen. Die Leitung soll der bisherige BASF-Pharma-Chef und Vorstandsvorsitzende der Knoll AG, Thorlef Spickschen, übernehmen. Das Amt bei Knoll wird Spickschen niederlegen. Das Executive Board werde vom 1. Juli von London aus operieren, hieß es. Im Pharmabereich erzielte BASF 1998 einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro. Das entspricht umgerechnet etwa 4,5 Milliarden Mark und einem Zuwachs von zehn Prozent im Vorjahresvergleich. Etwa 90 Prozent des Umsatzes werde dabei auf Auslandsmärkten erzielt. Die Anzahl der Mitarbeiter im Pharmabereich beziffert BASF auf rund 13 000.

Mit einem Konzernumsatz von insgesamt 54 Milliarden Mark und 105 000 Mitarbeitern ist BASF nach eigenen Angaben eines der weltweit führenden Unternehmen der chemischen Industrie. Die Produktpalette umfasst hochveredelte Chemikalien, Kunst- und Farbstoffe, Fahrzeug- und Industrielacke, Pflanzenschutzmittel, Pharmazeutika, Feinchemikalien, Öl und Gas.

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