Wirtschaft : Pharmahersteller für freie Kassenwahl Verband stellt Konzept für Gesundheitsreform vor

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Berlin (pet). Die forschenden Arzneimittelhersteller haben grundlegende Änderungenin in der Gesetzlichen Krankenversicherung gefordert. Danach sollen Menschen mit hohen Risiken, wie etwa chronisch Kranke, künftig höhere Prämien zahlen. Eine Grundversicherung soll es aber für alle geben. „Niemand darf ohne Versicherungsschutz sein“, sagte Bernhard Scheuble, der Vorstandschef des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (VFA), am Mittwoch in Berlin. Nach den Vorstellungen des VFA sollen die Versicherten ihre Krankenversicherung und den Umfang ihrer Leistungen künftig frei wählen dürfen. Auch das Einkommen soll die Wahlmöglichkeit nicht mehr einschränken. Derzeit dürfen Angestellte nur dann in eine private Kasse wechseln, wenn ihr Brutto-Einkommen 3375 Euro im Monat übersteigt.

Damit Versicherte mit hohem Risiko und niedrigem Einkommen durch die Krankenkassenbeiträge nicht überfordert werden, schlagen die Arzneimittelhersteller einen staatlichen Zuschuss ab einer bestimmten Beitragshöhe vor. „Damit kann der Patient eine Krankenversicherung seiner Wahl kaufen“, sagte Scheuble. Zudem solle der Arbeitgeberanteil der Kassenbeiträge in Lohn umgewandelt werden.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) macht die Pharmahersteller für die steigenden Gesundheitskosten verantwortlich. Künftig will sie den Nutzen von neuen Medikamenten durch eine unabhängige Behörde überprüfen lassen (Lexikon).

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