Pharmakonzerne : Konkurrenz schmälert Gewinn von Sanofi-Aventis

Einsparungen im Gesundheitswesen in Europa und Konkurrenz durch Nachahmer-Medikamente auf dem US-Markt haben den Gewinn des Pharmakonzerns Sanofi-Aventis im dritten Quartal deutlich sinken lassen.

Paris - Der Nettoüberschuss ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,6 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurück, wie die drittgrößte Pharmagruppe der Welt mitteilte. Der Umsatz verringerte sich um 4,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Der deutsch-französische Konzern hatte Gespräche über Stellenstreichungen in Deutschland bestätigt. In Frankreich hat Sanofi-Aventis wegen niedriger oder gestrichener Kassenzahlungen bereits den Abbau von 504 Jobs im Vertrieb angekündigt.

Besonders hart traf es in den USA die Verkäufe des Blutverdünners Plavix, der für Sanofi-Aventis ein Verkaufsschlager war. Durch ein Nachahmerprodukt der kanadischen Firma Apotex sanken dort die Verkäufe um 42 Prozent auf 377 Milionen Euro. Sanofi-Avenis erreichte zwar vor zwei Monaten einen gerichtlichen Stopp des Verkaufs des Apotex-Produkts, dabei musste der Konkurrent bereits ausgelieferte Chargen nicht zurückholen. Darüber hinaus litten vier weitere Sanofi-Aventis-Medikamente unter Konkurrenz durch so genannte Generika: das Allergiemittel Allegra, die Diabetes-Arznei Amaryl, der Blutregulator DDAVP und das Arthritis-Medikament Arava.

An der Börse fiel die Sanofi-Aventis-Aktie deutlich. Bis zum Mittag verlor das Papier über vier Prozent auf 65,65 Euro. (tso/AFP)

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