Philips : Alle Geschäfte von Philips schrumpfen

Sparprogramm ausgeweitet: Die Wirtschaftskrise hat den niederländischen Elektronikkonzern Philips vollständig erfasst. Inzwischen leiden alle Bereiche des Unternehmens unter sinkender Nachfrage – nach der Lichttechnik und der Konsumelektronik jetzt auch die Medizintechnik.

BerlinBerlin - Die Wirtschaftskrise hat den niederländischen Elektronikkonzern Philips vollständig erfasst. Inzwischen leiden alle Bereiche des Unternehmens unter sinkender Nachfrage – nach der Lichttechnik und der Konsumelektronik jetzt auch die Medizintechnik. Das liegt vor allem an Einsparungen im US-Gesundheitswesen. „Im ersten Quartal haben wir eine weitere signifikante Verschlechterung unserer Märkte gesehen“, sagte Konzernchef Gerard Kleisterlee in Amsterdam. Er erwarte keine merkliche Änderung der Lage im laufenden zweiten Quartal.

Der Siemens-Konkurrent setzte im ersten Quartal 5,08 Milliarden Euro um, 17 Prozent weniger als im ersten Quartal 2008. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank von plus 187 Millionen auf minus 186 Millionen Euro. Unterm Strich blieb ein Minus von 57 Millionen Euro. Hier spielten allerdings auch eine Reihe von Sonderfaktoren eine Rolle. Im Vorjahr hatte Philips noch 294 Millionen Euro verdient. Dennoch legte die Aktie am Dienstag in Amsterdam um 3,3 Prozent auf 12,63 Euro zu.

Denn Philips weitet sein bereits laufendes Sparprogramm um 100 Millionen auf 500 Millionen Euro aus. Besonders in der Lichttechnik werde es weitere Einschnitte geben. Zusätzliche Mitarbeiter müssten aber nicht gehen, sagte Kleisterlee. Im Januar hatte er den Abbau von 6000 Stellen in diesem Jahr angekündigt. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 116 000 Mitarbeiter.

Rund 30 Millionen Euro hat Philips für einen Rückruf zurückgestellt. Betroffen sind mehrere Millionen der auch in Deutschland populären Kaffeepad-Automaten „Senseo“, die zwischen Juli 2006 und November 2008 produziert wurden. Unter bestimmten Umständen könne der Heißwasserbehälter platzen. vis

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