Wirtschaft : Philips verdient mit Energiesparlampen

Konzern steigert Ergebnis um fast ein Viertel

Brüssel – Der niederländische Elektrokonzern Philips hat im zweiten Quartal 2007 seine positive Geschäftsentwicklung fortgesetzt. Zwar blieb der Konzern leicht hinter Analystenerwartungen zurück, die Niederländer konnten aber in ihren Kerngeschäften wachsen. Unter dem Strich schrumpfte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr von 6,4 auf 6,1 Milliarden Euro, das operative Ergebnis belief sich auf 302 Millionen Euro, 22 Prozent mehr als Vorjahresquartal. „Vor allem die Beleuchtungssparte und die Medizintechnik bringen uns weiter voran“, sagte Finanzvorstand Pierre-Jean Sivignon in Amsterdam.

Philips profitiert vom zunehmenden Bewusstsein der Konsumenten für Energiesparen . Der Konzern setzt mehr auf energiesparende Lampen. Der Umsatz in der Beleuchtungssparte wuchs im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um über elf Prozent.

Philips möchte diese Sparte weiter ausbauen. Erst kürzlich hatte der Konzern den Zukauf des US-Unternehmens Color Kinetics für 516 Millionen Euro bekannt gegeben. Die Firma besitzt wichtige Patente für die Herstellung von Leuchtdioden. Philips-Chef Gerard Kleisterlee sagte, er schließe weitere Zukäufe nicht aus. Bereits vor drei Monaten hatte er gesagt, für mögliche Akquisitionen stünden rund 20 Milliarden Euro zur Verfügung.

Bei der Medizintechnik überraschte Philips positiv. Der Umsatz stieg um vier, die Zahl der Aufträge um 2,5 Prozent. Philips setzt – wie auch die Konkurrenten Siemens und General Electric – auf eine Vernetzung der Informations- und Speichersysteme im Krankenhaus. „Bald werden wir eine einzige, digitale Krankenakte mit allen verfügbaren Informationen und Bildern haben“, sagte Sivignon.

Sorgenkind bei Philips bleibt die Unterhaltungselektronik. Der Umsatz ging um elf Prozent zurück. „Im vergangenen Jahr haben wir von der Fußballweltmeisterschaft profitiert. Diese Unterstützung fehlt uns jetzt natürlich“, sagte Finanzchef Sivignon. Insgesamt hält Philips am Ziel einer Umsatzsteigerung von jährlich fünf bis sechs Prozent fest. rur (HB)

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